Mobilität auf dem Land müsse aus Sicht der Fraktion verbessert werden

SPD kritisiert Verkehrspolitik

Die Mobilität in den ländlichen Regionen muss nach Auffassung der SPD durch ein Bündel an Maßnahmen sichergestellt werden. Foto: dpa

Kiel – Die Mobilität in den ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins muss nach Auffassung der SPD durch ein Bündel an Maßnahmen sichergestellt werden. Durch die Politik der Landesregierung von CDU, Grünen und FDP werde der ländliche Raum immer weiter abgehängt, kritisierte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel. Gerade beim öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) gebe es ein starkes Stadt-Landgefälle, das unbedingt beseitigt werden müsse, damit auch künftig das Wohnen in den ländlichen Regionen attraktiv bleibe. Die zügige Reaktivierung ehemaliger Bahnstrecken sei dabei ein wichtiger Baustein.

„Die Reaktivierung der Bahnstrecken zwischen Kiel und Schönberg sowie Wrist und Kellinghusen im Kreis Steinburg hatte die bis 2017 amtierende SPD-geführte Landesregierung zugesagt, die jetzige Regierung tritt hier leider auf die Bremse“, sagte Vogel.

Nach Berichten über einen Anstieg der Kosten von 30 auf 50 Millionen Euro hat Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberger Strand infrage gestellt. Der Bund der Steuerzahler bewertete das Projekt als Geldverschwendung.

Die SPD-Fraktion hat sich für eine weitere schienengebundene Nutzung der Bäderbahn in der Lübecker Bucht ausgesprochen. „Die jetzige Regierung lehnt dies ab“, kritisierte Vogel. Wer Klimaschutz wolle, müsse dafür auch investieren. Ruftaxis oder -busse könnten Mobilität bringen, wo der ÖPNV an seine Grenzen stoße.

Und der Umstieg auf E-Automobilität beim Auto als wichtigstem Verkehrsmittel auf dem Lande könne nur mit einem flächendeckenden Ausbau an E-Ladestationen gelingen. Hier sollte es Förderprogramme geben, die den Ausbau der privaten und öffentlichen Ladeinfrastruktur beschleunigen.  dpa

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