Für rund sechs Millionen Euro wird das Nanolabor in Kiel weiter ausgebaut.
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Für rund sechs Millionen Euro wird das Nanolabor in Kiel weiter ausgebaut.

Land fördert Ausbau des Nanolabors in Kiel

Technik bringt Mehrwert für jeden

Kiel - Neues Forschungsgerät und mehr Personal: Das Nanolabor der Christian-Albrechts-Universität in Kiel wird für 6,1 Millionen Euro ausgebaut. Dadurch soll die Industrie künftig noch mehr von der Forschungsarbeit des Kompetenzzentrums profitieren.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) übergab dem Dekan der Technischen Fakultät, Eckhard Quandt, einen Scheck über gut drei Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Den Rest steuern die Uni selbst, das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie sowie zwei Firmen bei. Albig bezeichnete die Nanotechnologie als „eines der großen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsfelder“. Als Beispiele nannte er die Forschung an Nanofluiden, die im Körper Viren angreifen. Das Kompetenzzentrum sei ein „elementar ökonomisch sinnvolles Projekt“. Nanotechnik werde in der Energietechnik, der Medizintechnik und der Informationstechnologie gebraucht. „Für jeden hat diese Technik einen Mehrwert.“

Konkret wollen die Kieler Forscher mit dem Geld einerseits eine neue Beschichtungsanlage für nur wenige Atomlagen dünne Strukturen und ein Laserinspektionsmikroskop kaufen. Anderseits sind fünf neue Stellen geplant, um Unternehmen zu beraten und Auftragsarbeiten übernehmen zu können.

Zur Arbeit im Kompetenzzentrum: Die Forscher haben unter anderem neuartige medizinische Implantate, superelastische Metalle und extrem empfindliche Sensoren entwickelt.

dpa

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