Geld für Trainer, Räume und Ausstattung

Land fördert E-Sportler

Für E-Sport-Projekte sind im Innenministerium bisher rund ein Dutzend Förderanträge eingegangen. Foto: dpa

Kiel – Für E-Sport-Projekte sind im Innenministerium bisher rund ein Dutzend Anträge eingegangen. Sie beziehen sich durchweg auf die elektronische Sportartensimulation, teilte das Ressort mit. Die Anträge befassen sich vor allem mit dem Umbau und der Einrichtung von E-Sport-Räumen in Sportvereinen, der Anschaffung von Hardware und der Ausbildung von Trainern. Die Genehmigung stehe kurz bevor.

Es können noch weitere Anträge gestellt werden. Zu den Kernzielen der Förderung gehören die Vermittlung von Medienkompetenz und die Suchtprävention. E-Sport steht für elektronischen Sport, also für Wettkämpfe zwischen Menschen mit Hilfe von Computer- und Videospielen. Für die Förderung sind im Landeshaushalt für dieses Jahr 500 000 Euro veranschlagt. Dazu kommen 150 000 Euro für die Digitalisierung aus dem Investitionsprogramm „Impuls“. Für nächstes Jahr sieht der Haushaltsentwurf der Landesregierung keine Mittel vor, heißt es aus dem Innenministerium.

Kiel soll das bundesweit erste öffentlich geförderte Landeszentrum für E-Sport und Digitalisierung bekommen. Das Innenministerium erwartet die Eröffnung noch in diesem Jahr. Stadt und Land haben dafür Fördermittel in Höhe einer Viertelmillion Euro bereitgestellt. Geplant war die Eröffnung zunächst zur Digitalen Woche in Kiel (7. bis 14. September), doch das verzögert sich. „Die Planungen bezüglich der Finanzierung und der baulichen Umsetzung sind komplex und benötigen – aufgrund der Protoypensituation – mehr zeitlichen Vorlauf als ursprünglich geplant“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Ein neuer Starttermin ist noch nicht bekannt. „Wir sind zuversichtlich, zeitnah einen aktualisierten Terminplan kommunizieren zu können“, hieß es vom E-Sport-Veband.

Die Regierung sieht in dem Landeszentrum ein bundesweites Vorbildprojekt für Digitalisierungskompetenz und E-Sport. Dieser wird nach Angaben des E-Sport-Bundes in Deutschland von etwa vier Millionen Menschen aktiv betrieben. Insgesamt 34 Millionen nutzen demnach Videospiele. Das Landeszentrum soll ein Kader- und Scoutingsystem aufbauen, um erfolgversprechende Talente zu finden, auszubilden und ihre sportliche wie auch persönliche Entwicklung zu fördern. Zum Landeszentrum sollen mit PCs und Konsolen ausgestattete Trainingsräume gehören, zwei bis drei Studios für Live-Übertragungen von E-Sport per Streaming und ein Raum für Ausgleichssport.

„E-Sport erlebt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit enorme Zuwächse“, sagt Innenstaatssekretärin Kristina Herbst (CDU). „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in dieser Form der Jugendkultur aktiv zu begleiten Das geht am besten, wenn sie in Vereinen von Trainern betreut werden.“  dpa

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