Allein die Kieler Christian-Albrechts-Universität geht derzeit von 6 500 Studienanfängern im kommenden Wintersemester aus. - Foto: dpa

Doppelter Jahrgang stellt neue Weichen

Land plant mit vollen Hörsälen

Kiel - Angesichts des doppelten Abiturjahrgangs rechnen die Hochschulen im Norden mit deutlich mehr Studienanfängern. „Schleswig-Holstein ist auf den doppelten Jahrgang gut vorbereitet“, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer (SPD) gestern. Allein die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) geht derzeit von 6 500 Studienanfängern im kommenden Wintersemester aus. Sonst nehmen an der Uni im Wintersemester etwa 5 000 Menschen ihr Studium auf.

Lehrqualität soll verbessert werden

Die CAU bietet in vielen Fächern zusätzliche Studienplätze an. Die Hochschule werde aber auch die Lehrqualität verbessern, sagte Vizepräsidentin Ilka Parchmann. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren etwa 180 Stellen in der Lehre eingerichtet werden und knapp 1 200 Studienplätze entstehen.

Im Land werden in diesem Jahr mit dem doppelten Abiturjahrgang voraussichtlich mehr als 19 000 Menschen ihre allgemeine Hochschulreife erlangen. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben des Bildungsministeriums 12 900. Grund für den Anstieg ist, dass 2016 sowohl Abiturienten mit neunjähriger als auch mit achtjähriger Gymnasialzeit fertig werden. Nach einer Faustformel des Wissenschaftsministeriums nehmen rund 50 Prozent eines Abi-Jahrgangs gleich nach Erwerb der Hochschulreife ein Studium auf.

Die größte Universität des Landes in Kiel geht davon aus, dass sich die Zahl der Studenten zum Wintersemester 2016/2017 im Vergleich zum Wintersemester davor um 1 000 auf dann 26 300 erhöhen wird. In den kommenden Jahren soll die Zahl der Studenten an der CAU sogar auf etwa 28 000 ansteigen. Aus dem Landeshaushalt erhalten die Hochschulen wegen der zusätzlichen Aufgaben 2016 zehn Millionen Euro. In den Jahren 2017 bis 2019 steigt die Förderung um weitere fünf Millionen. - dpa

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