Schleswig-Holstein

Landesparteitag der AfD fällt aus

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Bruno Hollnagel, Landesvorsitzender der AfD, kündigte an, dass der Landesparteitag nicht mehr vor der Europawahl organisiert werde.

Oldenbüttel – Die AfD Schleswig-Holstein hat ihren für das Wochenende geplanten Landesparteitag mangels eines Veranstaltungsortes abgesagt. Der Betreiber des ursprünglich als Austragungsort vorgesehenen Gasthofs in Oldenbüttel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) wolle der AfD – vertreten durch einen Anwalt – den Zugang nicht mehr ermöglichen, sagte Parteivize Bruno Hollnagel gestern. Der Landesparteitag werde nicht mehr vor der Europawahl am 26. Mai möglich sein, damit die Partei sich auf den Wahlkampf konzentrieren kann, sagte Hollnagel.

Dies habe der Landesvorstand bei einer Telefonkonferenz gestern beschlossen. Juristisch sei man nicht unter Zeitdruck, man könne den nächsten Parteitag bis Ende des Jahres ansetzen. Bereits vor der Absage hatte es Irritationen gegeben. So hatte der Landesvorstand beschlossen, die Zusammenkunft unter Ausschluss der Medien zu planen. Die letzten Worte sollten jedoch die beim Landesparteitag anwesenden Mitglieder haben. 

Sie sollten darüber abstimmen, ob bei dem Parteitreffen Journalisten vor der Tür bleiben müssen. Die AfD wollte in Oldenbüttel eine neue Parteispitze und die Nachfolge für die ehemalige Vorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein wählen. Der AfD-Bundesvorstand hatte ihr Ende Dezember die Ausübung ihres Amtes untersagt und ein Parteiausschlussverfahren initiiert. Sayn-Wittgenstein hatte für einen rechtsextremen Verein geworben, der inzwischen auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht.

Der Betreiber des Gasthofs hatte nach Bekanntwerden des Veranstaltungsorts Anrufe von Unbekannten erhalten. Sie hätten auf ihn eingewirkt, die Vergabe zu kündigen. Er wolle nicht von Drohungen sprechen, habe die Situation aber als beunruhigend empfunden.  

dpa

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