Tierschützer: Keine vermeintlich hilflosen Jungtiere mitnehmen

Lieber zügig weitergehen

Dieses Feldhasen-Baby haben Spaziergänger in den Tierpark gebracht. Völlig unnötig. Foto: dpa

Kiel – Schleswig-Holsteins Landestierschutzbeauftragte warnt davor, vermeintlich hilflose Jungtiere mitzunehmen. „Es ist zu dieser Jahreszeit völlig normal, wenn man einen kleinen Feldhasen alleine am Wegesrand, im Garten, auf dem Feld oder einer Wiese sitzen sieht“, sagte Katharina Erdmann. Sie würden nur wenige Male am Tag vom Muttertier gesäugt und säßen die restliche Zeit meist allein im offenen Gelände. Ihr dichtes Fell schütze sie vor der Kälte. „Ist das Tier unverletzt, benötigt es keine Hilfe, und man sollte zügig weitergehen“, sagte die ehrenamtliche Tierschutzbeauftragte des Landes.

Erdmann wies darauf hin, dass irrtümlich eingesammelte Feldhasenjungtiere auch noch nach Stunden an den Fundort zurückgesetzt werden könnten. Das Gerücht, dass Elterntiere ihre Jungtiere nach Kontakt mit dem Menschen verstoßen würden, sei nicht richtig. Um Wildtiere in der Zeit, in der sie ihren Nachwuchs bekommen, nicht unnötig zu belasten, bittet Erdmann die Bevölkerung, auf den Gehwegen zu bleiben, nicht querbeet durch die offene Landschaft zu laufen und Hunde anzuleinen.  dpa

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