Friseure, Geschäfte und Museen öffnen wieder

Lockerungen mit Vorbehalt

Künstler Rainer Fetting steht in seiner Ausstellung zwischen Helmut-Schmidt-Skulpturen und fotografiert. Ab dem 19. Mai ist die Retrospektive auf Schloss Gottorf zu sehen. Foto: dpa

Kiel – Seit Montag dürfen die Schleswig-Holsteiner wieder zum Friseur. Für einen Termin zum Haare schneiden gelten strikte Hygienevorgaben. Die Wiederöffnung der Geschäfte zählt zu den Lockerungen der Schutzmaßnahmen in der Coronakrise, die von der Landesregierung beschlossen wurden. Kinder dürfen nun auch wieder auf Spielplätzen Spaß haben und Segler in den Sportboothäfen ihre Boote klarmachen.

Zweitwohnungen sind wieder zugänglich für ihre Besitzer. Auch Außenanlagen botanischer Parks und Sportboothäfen können genutzt werden. Dauercamping und Gottesdienste sind ebenfalls wieder möglich. Für alle Maßnahmen gelten strikte Abstands- und Hygienevorgaben, die zum Teil noch geregelt werden müssen.

Die Landesregierung hatte die Lockerungen beschlossen, nachdem die Zahl der Infektionen mit dem Virus nur moderat gestiegen war. Unter strengen Vorkehrungen können Alten- und Pflegeheime einzelne Besucher für maximal zwei Stunden zulassen. Im Freien dürfen wieder sogenannte kontaktarme Sportarten betrieben werden. Für einzelne Freizeitaktivitäten sind Einreisen in das Land wieder gestattet. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte wiederholt betont, dass alle Maßnahmen von der Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängen.

Auch die Museen öffnen in den kommenden Tagen und Wochen nach und nach. So können die Häuser der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen mit Ausnahme des Klosters Cismar vom 19. Mai an wieder besucht werden, sagte der kaufmännische Geschäftsführer der Stiftung, Guido Wendt, am Montag. „Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder Besucher begrüßen dürfen.“ Unter anderem mussten Höchstzahlen für Besucher festgelegt, Audiostationen und Tablets abgebaut und Einbahnstraßenregelungen organisiert werden.

Zu den Museen der Stiftung gehören neben den auf Schloss Gottorf befindlichen Museen unter anderem das Wikingermuseum Haithabu, das Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel und das Jüdische Museum in Rendsburg. Abgesagt bleiben wegen der Pandemie indes alle von den Landesmuseen organisierten großen Märkte wie der Gottorfer Landmarkt, der Sommermarkt in Haithabu oder der Herbstmarkt in Molfsee.

Mit der großen Sonderausstellung „Here are the lemons“ widmen sich das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf Rainer Fetting – einem der wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Die Retrospektive, die vom 19. Mai bis zum 18. Oktober zu sehen ist, gibt einen breiten Einblick in das umfang- und facettenreiche Werk Fettings, der im vergangenen Jahr 70 Jahre alt geworden ist.

Die Lübecker Museen öffnen voraussichtlich am 11.   Mai wieder ihre Tore für Besucher. Die Nolde-Stiftung in Seebüll hat ebenfalls einen Hygieneplan und ein Konzept zur Regulierung der zu erwartenden Besucherströme erstellt, sagte Stiftungsdirektor Christian Ring. Es brauche aber noch Zeit, um die Schutzvorkehrungen umzusetzen. Ein Wiedereröffnungsdatum konnte er noch nicht nennen.  dpa

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