Das Marine-Ehrenmal in Laboe muss saniert werden.
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Das Marine-Ehrenmal in Laboe muss saniert werden.

Laboe: Marine Ehrenmal marode/ Sanierung kostet 4,6 Millionen Euro

Marine-Ehrenmal muss saniert werden

Durch Erosion ist das Mauerwerk des Marine-Ehrenmals in Laboe beschädigt. Die Renovierungsarbeiten werden etwa zwei Jahre dauern und rund 4,6 Millionen Euro kosten

Für die voraussichtlich 2022 beginnenden Arbeiten an dem 72 Meter hohen Turm an der Kieler Förde werden etwa zwei Jahre veranschlagt. Der Marinebund will 2,25 Millionen Euro Fördermittel des Bundes beantragen und 460 000 Euro vom Land Schleswig-Holstein. Aus eigenen Mitteln will der Verband 800 000 Euro beisteuern.

„Das jetzt noch bestehende Delta von etwa 1,2 Millionen Euro hoffen wir, wie in vergangenen Zeiten, wieder über Spenden schließen zu können“, erläuterte Maurus. 50 000 Euro seien so bereits zusammengekommen. Notfalls werde der Verband ein Darlehen aufnehmen. Die Ausschreibungen für die Arbeiten sollen nach Erhalt der Förderbescheide voraussichtlich noch 2021 erfolgen. Der Besuch der 85 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Aussichtsplattform soll während der Sanierungsarbeiten weiter möglich sein.

„Vor zwei Jahren haben wir festgestellt, dass unser Turm Steine wirft“, sagte Maurus. Ursache ist nach Angaben des Sachverständigen Robert Heinicke Frostsprengung im Winter. Bei der Sanierung des Gebäudes in den 90er-Jahren wurden die Steine mit einer Creme gegen Wasseraufnahme beschichtet. Diese Hydrophobierung werde heute allerdings kritisch betrachtet, erklärte der Architekt.

„Das Marine-Ehrenmal ist seit fast 100 Jahren ein Wahrzeichen an der Kieler Förde“, betonte der Marinehistoriker Jann M. Witt vom Deutschen Marinebund. Es erinnere an die Tiefpunkte deutscher Geschichte. Ursprünglich als Gedenkstätte für die gefallenen Marinesoldaten des Ersten Weltkrieges gebaut – „auch deutlich mit einem Unterton: Rache, Revanche für den verlorenen Ersten Weltkrieg“ –sei das Ehrenmal mittlerweile Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen und Mahnmal für friedliche Seefahrt. Der Gedenkort schließe auch Menschen ein, die auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken.

Der Bau aus Klinkern und Granitblöcken am Eingang der Kieler Förde ist weithin sichtbar. Das Ehrenmal ist heute eine internationale Gedenkstätte. Es war am 30. Mai 1936 eingeweiht worden. Nach dem Krieg gab es immer mal wieder Streit um die Ausstellung zur Geschichte der Marine in der Historischen Halle. Vor Jahren wurde sie schließlich neu gestaltet. dpa

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