Versuchszentrum öffnet auf Helgoland

Maritime Technologie im Test

Auf Helgoland wird ein neues maritimes Testzentrum entstehen. Foto: dpa

Helgoland – Das Fraunhofer Ifam und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz aus Bremen haben gestern ein Testzentrum für maritime Technologien auf Helgoland eröffnet. Zwei Büroräume im Südhafen sind bereits gemietet. Das „Herzstück“ aber sei ein großes Testfeld in der Nordsee vor Helgoland, das bis Frühjahr 2020 aufgebaut werden soll, sagte Hanno Schnars vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (kurz Ifam). Es soll 45 Meter Tiefgang für maritime Robotik bieten. Dort können Hersteller und Wissenschaftler sehr unterschiedliche Szenarien erproben.

„Autonome Unterwasserfahrzeuge für Offshore-Windkraftanlagen beispielsweise müssen nicht nur im Labor in einem Becken, sondern unter den realen Bedingungen, unter denen sie später im Meer arbeiten sollen, getestet werden“, erklärte Schnars, der beim Ifam das Geschäftsfeld Maritime Technologien leitet. Auch über das Wasser fliegende Drohnen für Inspektionsarbeiten können zum Einsatz kommen.

Politiker taufen Tonne

„Wir stecken in der Nordsee einen Bereich ab, der mit gelben Tonnen markiert ist –dort darf keiner durchfahren“, sagte Schnars. Bevor der Aufbau beginnt, haben gestern Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft deshalb nahe der neuen Büroräume symbolisch eine Tonne getauft.

In der ersten Phase soll das Testfeld drei Kilometer lang und einen Kilometer breit sein. Voraussichtlich in ein bis zwei Jahre werde es auf fünf Kilometer Länge erweitert, so Schnars. Die Kosten würden über Projektgelder stufenweise finanziert.  dpa

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