Die Ferien sind vorbei.
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Die Ferien sind vorbei.

Mehr Corona-Fälle im Norden

Kiel – Die Zahl der gemeldeten Corona-Infizierten in Schleswig-Holstein ist am Wochenende um 116 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie im Norden haben sich damit 5 626 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, teilte die Landesregierung mit Stand Samstagabend mit. Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten unverändert rund 4 800 von ihnen als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 im Norden gestorben sind, blieb bei 163. In Krankenhäusern werden unverändert 24 Covid-19-Patienten behandelt.

Der 7-Tage-Wert pro 100 000 Einwohner ist in den Kreisen weitgehend unauffällig. So meldete das RKI Werte von 3,8 im Kreis Dithmarschen bis 23,3 im Kreis Stormarn. Lediglich für die kreisfreie Stadt Neumünster dokumentierte das RKI mit 39,9 Infektionen je 100 000 Einwohner und Woche auffällige Werte. Ab einem 7-Tage-Wert von 50 sind weitere Verschärfungen der Corona-Regeln vorgesehen.

Hotel muss schließen

Wegen dreier Corona-Fälle in der Belegschaft eines Hotels in Timmendorfer Strand hat das Gesundheitsamt des Kreises Ostholstein die Luxusherberge vorerst geschlossen. Alle 101 Mitarbeiter des Grand Hotels Seeschlösschen seien inzwischen auf das Coronavirus getestet worden. Mit Ergebnissen rechne der Fachdienst Gesundheit diese Woche, teilte der Kreis mit. Den rund 200 Gästen des Fünf-Sterne Superior Hotels – sie hatten den Angaben zufolge keinen direkten Kontakt mit den Infizierten – seien freiwillige Tests angeboten worden. Sie durften abreisen.

Schule geht wieder los

Heute beginnt in Schleswig-Holstein nach den Herbstferien wieder die Schule – unter verschärften Corona-Bedingungen. So müssen alle Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage auch während des Unterrichts eine Mund-Nase-Maske tragen. Und es ist vorgeschrieben, dass im Unterricht alle 20 Minuten drei bis fünf Minuten sowie durchgängig in den Pausen gelüftet wird. Lehrer-, Eltern- und Schülerverbände haben bereits ihre Unterstützung zugesichert.

Die Maskenpflicht wird aus Sicht von Bildungsministerin Karin Prien funktionieren. Dies habe auch schon freiwillig nach den Sommerferien geklappt, sagte die CDU-Politikerin. Die Elternbeiräte der weiterführenden Schulen und der Landeselternbeirat der Gemeinschaftsschulen unterstützten die Maskenpflicht, sagte Prien. „Unser Ziel für die nächsten Monate bleibt: Möglichst viel, möglichst lange Regelbetrieb für möglichst viele Schülerinnen und Schüler an möglichst vielen Standorten“, sagte die Ministerin.

Die Lehrergewerkschaft GEW hält Masken tragen und Lüften für gerechtfertigt. Nach 14 Tagen werde man sehen, ob die Maskenpflicht weiterhin notwendig sei, sagte GEW-Landesvize Katja Coordes.  dpa

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