Mehr Wohngeld für einkommensschwache Familien

Zum 1. Januar tritt das sogenannte Wohngeldstärkungsgesetz des Bundes in Kraft. Foto: dpa

Kiel – Zum neuen Jahr gibt es mehr Wohngeld für einkommensschwache Familien. Zugleich wird die Zahl der Haushalte im Land steigen, die diese staatliche Unterstützung bekommen. Bisher sind es etwa 21 000. Darauf machte gestern Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) aufmerksam. Zum 1. Januar tritt das sogenannte Wohngeldstärkungsgesetz des Bundes in Kraft. Wer vor dem 1. Januar eine Bewilligung erhalten hat, die in das Jahr 2020 hineinreicht, müsse keinen zusätzlichen Antrag stellen, erläuterte das Ministerium. Der neue Bescheid werde voraussichtlich bis Ende Januar zugestellt, das neu festgesetzte Wohngeld spätestens mit der Auszahlung für Februar überwiesen.

Für einen Zwei-Personen-Haushalt steigt das Wohngeld jetzt im Durchschnitt von bisher 145 Euro im Monat auf etwa 190 Euro. Das Gesetz schreibt darüber hinaus eine regelmäßige Anpassung an die Miet- und Einkommensentwicklung im Abstand von jeweils zwei Jahren vor. „Diese ist dringend nötig, weil sich ansonsten aufgrund von Einkommenssteigerungen die Zahl der Berechtigten Jahr für Jahr verringern würde“, sagte Grote. Verstärkt werde der Anreiz, das eigene Erwerbseinkommen zu erhöhen: Künftig werde zusätzliches Einkommen in geringerem Maße mit dem Wohngeld verrechnet.

„Das Wohngeld ist für einkommensschwächere Familien eine ganz wichtige Maßnahme, um Wohnraum bezahlbar zu halten“, sagte er. Bund und Länder zahlen das Wohngeld je zur Hälfte.  dpa

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