Land fördert Sanierung und Bau von Gerätehäusern

Millionen für Feuerwehren

Viele Feuerwehrhäuser sind in die Jahre gekommen.

Kiel – Mit neun Millionen Euro aus einem Förderprogramm können Kommunen in Schleswig-Holstein in diesem Jahr Feuerwehrhäuser modernisieren, erweitern oder neu bauen. Die gesamte Investitionssumme beträgt mehr als 78 Millionen Euro, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) gestern in Kiel. Von 80 Anträgen seien 73 bewilligt worden. Für 2020 sind noch einmal zwei Millionen Euro geplant. Darüber hinaus sieht die mittelfristige Finanzplanung derzeit keine weiteren Extra-Förderprogramme für die Feuerwehren vor.

Dazu betonte Grote, Brandschutz sei eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Im Land gibt es mehr als 1 300 freiwillige Feuerwehren mit insgesamt 49 000 Kameraden. Von den neun Millionen Euro Fördergeld für das laufende Jahr stammen fünf Millionen aus Rückflüssen aus dem kommunalen Finanzausgleich – es ist also Geld der Kommunen.

„Eine Förderung der Feuerwehr-Einrichtungen hat es in dieser Größenordnung bisher noch nicht gegeben“, sagte Grote. Zwar sei es die Pflicht der Kommunen, die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen. Aber viele Gerätehäuser der Feuerwehr seien mittlerweile zu klein für die heute größeren Fahrzeuge. Zudem würden oft bessere Sanitärräume benötigt. Die Verteilung der Mittel wurde nach einem Punktesystem geregelt. Insgesamt hatten die Kommunen Fördermittel von rund 17 Millionen Euro beantragt.

Dass nicht viel mehr Anträge gestellt wurden, führte der Vorsitzende des Landesfeuerverbandes, Frank Homrich, darauf zurück, dass viele Kommunen darauf nicht vorbereitet waren. Die Möglichkeit sei für viele Gemeinden überraschend gekommen. Grote verwies auf die Notwendigkeit einer vorausschauenden Planung. Wie groß der tatsächliche Sanierungsbedarf insgesamt ist, konnte Homrich nicht sagen. Dieser sei schwer zu ermitteln.  dpa

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