Kitesurfen erfreut sich wachsender Beliebtheit.
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Kitesurfen erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Wassersportler wollen weiter im Wattenmeer Spaß haben

Neue Diskussionen um Kitesurfen

Kiel – Meterhohe Sprünge und rasante Fahrten über das Wasser: Kitesurfen ist für manchen Wassersportler der Inbegriff von Freiheit. Um Vögel und Robben zu schützen sind im Nationalpark Wattenmeer aber auch Grenzen gewollt.

In Schleswig-Holstein haben Land, Gemeinden, Naturschützer, Touristiker und Wassersportler 2017 einen Kompromiss bereits ausgehandelt. Es wurde in einem „schwierigen Prozess“ eine Kulisse von 22 Gebieten im Wattenmeer gefunden, in denen das Kitesurfen erlaubt sein soll, sagte die stellvertretende Leiterin der Nationalparkverwaltung Schleswig-Holstein, Kirsten Boley-Fleet. Noch sind die Regelungen freiwillig, sie sollen aber als Grundlagen für die novellierte Befahrensordnung dienen. Für die Ostsee gibt es bereits seit 2016 eine eigene Befahrensordnung.

Die schleswig-holsteinische FDP-Bundestagsabgeordnete Gyde Jensen sagt, der Großteil der Kitesurfer komme aus dem Norden und sei mit einem Bewusstsein dafür aufgewachsen, wie sensibel das Ökosystem Wattenmeer ist. „Das beweist auch die freiwillige Vereinbarung, die die Surfer mit der Landesregierung eingegangen sind. Meiner Ansicht nach funktioniert das sehr gut“, sagt Jensen.

Ein Sprecher des Schleswig-Holsteinischen Umweltministeriums sagt, die Vereinbarungen mit den Wassersportverbänden haben zu einer Sensibilisierung der Verbände und der in ihnen organisierten Mitglieder geführt. Er räumte aber ein, dass vor allem die nichtorganisierten, individuellen Wassersportler über solche freiwilligen Vereinbarungen nicht erreicht werden können. Für eine neue Befahrensordnung liegt der Spielball nun bei der Bundesregierung. dpa

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