Gespräche über weitere Veräußerungen laufen

HSH Nordbank baut Altlasten in Höhe von mehr als 1,64 Milliarden Euro ab

Die angeschlagene HSH Nordbank muss bis Ende Februar 2018 verkauft werden oder sie wird abgewickelt. - Archivfoto: dpa
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Die angeschlagene HSH Nordbank muss bis Ende Februar 2018 verkauft werden oder sie wird abgewickelt.

Hamburg/Kiel - Die HSH Nordbank hat sich von Altlasten in Höhe von 1,64 Milliarden Euro getrennt. Damit sei sie auf dem Weg zum Verkauf einen weiteren Schritt vorangekommen, heißt es in einer gestern verbreiteten Mitteilung der Bank.

Bei den Krediten handelte es sich um Flugzeugfinanzierungen und Gewerbeimmobilien aus der Zeit vor 2009, die an die australische Investmentbank Macquarie und die Bank of America Merrill Lynch verkauft wurden. Dazu kommen Einzelverkäufe an weitere Investoren und Tilgungen.

Schiffskredite konnte die HSH Nordbank in der aktuellen Marktlage nicht platzieren. Die Bank darf nach den Vereinbarungen mit der EU Kredite im Nennwert von 3,2 Milliarden Euro am freien Markt verkaufen und hat dieses Volumen damit erst zur Hälfte ausgeschöpft. 

„Derzeit führen wir Gespräche über die Veräußerung weiterer Pakete aus diesem Marktportfolio, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden“, sagte Vorstandschef Stefan Ermisch. Dabei gehe es um Alt-Engagements aus den Bereichen Energie und internationale Immobilien. Bereits im vergangenen Jahr hatte die HSH Nordbank faule Schiffskredite in Höhe von fünf Milliarden Euro an eine Gesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein abgegeben.

Den Preis für die Kredite hat die HSH Nordbank nicht veröffentlicht. Die mit dem Verkauf verbundenen Verluste sind durch eine Garantie der Länder abgedeckt. Der Anteil von nicht bedienten Krediten am Gesamtbestand der HSH Nordbank sinke durch die Transaktion um 1,3 Prozentpunkte. Er lag zuletzt (30. September) bei 17 Prozent. Die HSH Nordbank muss nach einer Vereinbarung mit der EU-Kommission bis Ende Februar 2018 verkauft werden oder sie wird abgewickelt. 

dpa

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