Der Blick in eine schlecht besuchte abendliche Innenstadt.
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Die neuen Corona-Regeln lassen nur noch Treffen in kleinen Gruppen zu.

Regierung beschließt strengere Corona-Regeln für den Norden

Verschärfte Corona-Regeln

Kiel – Nach Weihnachten gelten in Schleswig-Holstein strengere Corona-Regeln. Bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind künftig drinnen und draußen nur noch 1000 Zuschauer erlaubt, wie aus der am Donnerstag von der Landesregierung beschlossenen neuen Corona-Landesverordnung hervorgeht. Privat dürfen dann nur noch maximal zehn Personen zusammentreffen, außer alle gehören einem Haushalt an.

Das betrifft nicht nur Wohnungen und Häusern, sondern auch dazugehörige Gärten. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen.

„Wir sind bisher vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen, weil wir vorausschauend gehandelt haben und die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner diesen klaren Kurs unterstützt haben“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Mit Blick auf die sich verbreitende Omikron-Variante des Corona-Virus nehme die Regierung weitere Einschränkungen vor. „Dabei berücksichtigen wir die deutlich bessere Lage in Schleswig-Holstein hinsichtlich Inzidenz, Hospitalisierung und Impfquote.“

Diskotheken und Clubs dürfen zwar weiter öffnen, allerdings nur noch mit halber Kapazität (maximal 1000 Menschen) und Maskenpflicht auch beim Tanzen. Gäste dürfen ihre Getränke oder Speisen nur an festen Steh- oder Sitzplätzen an Tischen verzehren. Grundsätzlich gilt dort und auch bei Tanzpartys, Bällen oder vergleichbaren Veranstaltungen in Gaststätten 2G plus. Dabei erhalten nur Gimpfte und Genesene Zutritt, wenn sie einen aktuellen Corona-Test vorlegen; Maskenpflicht besteht auch dort. In Restaurants und im Imbiss darf nur noch an festen Sitz- oder Stehplätzen mit Tischen gespeist und getrunken werden.

Die Landesregierung will zudem keine größeren Ansammlungen von Menschen an Silvester. Die zuständigen Behörden können deshalb für Straßen, Wege und Plätze sowie für sonstige Flächen, auf denen mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken. Dort kann auch eine Maskenpflicht angeordnet werden.

Zudem untersagt die neue Corona-Verordnung Großveranstaltungen wie Konzerte oder Handball- und Fußballspiele mit mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern drinnen und draußen grundsätzlich. Die beiden Handball-Bundesligaclubs THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie Fußball-Zweitligist Holstein haben im Geltungszeitraum der neuen Verordnung aber keine Heimspiele. Die Verordnung gilt bis zum 18. Januar.

Laut Daten der Landesmeldestelle wurden in Schleswig-Holstein am Mittwoch 800 Corona-Neuinfektionen bekannt. Das waren 153 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Die Inzidenzen sanken leicht. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Mittwoch bei 163,2 - nach 166,4 am Dienstag. Eine Woche zuvor hatte sie ebenfalls bei 163,2 gelegen.

Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100 000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stieg leicht auf 3,68 - von 3,47 am Vortag. Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 178 Covid-Patienten, 17 weniger als am Vortag. 56 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut, das ist ein Patient weniger als am Vortag. Es gab fünf weitere Corona-Todesfälle, die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg auf 1867.  dpa

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