Packt die Badehose ein

Rettungsschwimmer an den Küsten bereit für Urlaubssaison

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Eine Rettungsschwimmerin steht vor dem Fenster eines Wachturms und beobachtet den Strand.

Eckernförde – Wasserratten können sich diesen Sommer wieder unbesorgt und gut bewacht von Rettungsschwimmern in Nord- und Ostseefluten stürzen. „Für die Hauptsaison sind wir auch in diesem Sommer wieder gut mit ehrenamtlichen Rettungsschwimmern versorgt“, sagte der DLRG-Landesgeschäftsführer Thies Wolfshagen. „In der Hauptferienzeit müssen wir teils sogar Bewerbern absagen, weil keine passenden freien Stellen mehr besetzt werden können.“ In Hamburg ist der letzte Schultag vor den Sommerferien am Mittwoch, in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern am Freitag.

Der Zulauf an Rettungsschwimmern in der Hauptsaison habe sich in den vergangenen zehn Jahren sehr gut entwickelt. Schwieriger ist es hingegen, in der Vorsaison von Mitte Mai bis zum Beginn der Sommerferien Retter zu finden. „Viele Ehrenamtliche stehen erst in den Schul- und Semesterferien zur Verfügung.“ 

Daher werde in der Vorsaison immer auch nach weiteren Kräften gesucht. In Schleswig-Holstein besetzt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) über den Zentralen Wasserrettungsdienst Küste (ZWRD) etwa 50 Stationen an Nord- und Ostsee, die in der Regel an sieben Tagen die Woche von 9 bis 18 Uhr besetzt sind. 

Offizielle Badesaison ist von Mitte Mai bis Mitte September. Je nach Abstimmung mit den kommunalen Strand-Betreibern werden einige Strände aber auch erst im Verlauf des Junis besetzt, je nach Besucheraufkommen und Art des Strandes. Die DLRG-Retter, die an den Stränden von Nord- und Ostsee Dienst tun, kommen aus dem ganzen Bundesgebiet, die meisten aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen und auch Bayern. Die meisten bleiben zwei Wochen.

Besonders begehrt seien große Stationen wie zum Beispiel Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand, sagte Wolfshagen. Aber auch kleinere Stationen wie Pelzerhaken oder Damp seien beliebt. „Jeder Rettungsschwimmer sucht sich ,seine’ Station nach den persönlichen Vorlieben in der Bewerbungsphase aus.“

In der Hauptsaison sind täglich insgesamt etwa 460 ehrenamtliche Wasserretter auf den 50 ZWRD-Stationen an der Küste im Einsatz. Davon sind etwa 80 als Bootsführer und 55 bis 60 als Wachführer eingesetzt. Neben den ZWRD-Stationen gibt es laut Wolfshagen zahlreiche Stationen am Meer, an Binnengewässern und zum Beispiel Freibädern, die durch DLRG-Retter der örtlichen Gliederungen besetzt werden. „Auch hier sind jedes Jahr rund 1 800 ehrenamtliche DLRG-Kräfte im Einsatz.“  

dpa

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