Das zukünftige Museumsschiff „Peking“ reiste auf dem Transportschiff „Combi Dock III“ elf Tage lang von New York nach Norddeutschland. Morgen wird es seine vorerst letzte Fahrt antreten. J Foto: dpa

„Peking“ kommt Mittwoch ins Trockendock

Vom Rost zerfressen

Brunsbüttel - Das Schild „Closed for Repairs“ versperrt Neugierigen in Brunsbüttel den Zutritt zum grasbewachsenen Achterdeck: Die von Rost zerfressene Viermastbark „Peking“ darf derzeit nicht betreten werden.

Vor der Rückkehr in den ehemaligen Heimathafen Hamburg muss das historische Schiff erst „wiederbelebt“ werden. Bei der Übernahme in New York sei der Segler nur noch knapp schwimmfähig gewesen, sagte Joachim Kaiser von der Stiftung Hamburg Maritim: „Sie ist in einem desolaten Zustand.“ Unter anderem müssen die unteren dreieinhalb Meter des Rumpfes abgetrennt und ein neuer Doppelboden eingebaut werden, erklärte der Geschäftsführer der Wewelsflether Peters Werft, Peter Sierk. Dafür komme der alte Frachtsegler rund eineinhalb Jahre ins Trockendock.

Ob sämtliche Arbeiten wie geplant 2020 abgeschlossen sein werden, sei ungewiss, sagte Hamburgs Kultursena-tor Carsten Brosda (SPD). Mittwoch soll die „Peking“ zur Wewelsflether Werft geschleppt werden. Sie gehört zu den letzten großen Frachtseglern, die es zu Beginn des 20. Jahrhunderts wegen ihrer Geschwindigkeit und Sicherheit mit Dampf- und Motorschiffen aufnehmen konnten. Bei ihrem Stapellauf im Jahr 1911 galt sie mit 115 Metern Länge als größtes Segelschiff der Welt. 

dpa

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