Auf Wahlkampftour im Norden: Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.
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Auf Wahlkampftour im Norden: Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Grünen-Chef Robert Habeck startet zur Wahlkampftour im Norden

Persönliche Kontakte geben Rückenwind

Klixbüll – Grünen-Parteichef Robert Habeck hofft für die nächsten Wochen auf Rückenwind für seine Partei im Bundestagswahlkampf. Die Entscheidung, Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin zu machen, sei wohlüberlegt gewesen, sagte Habeck zum Auftakt einer Wahlkampftour durch Schleswig-Holstein am Montag in Klixbüll (Kreis Nordfriesland). Jetzt gehe es darum, im Team gemeinsam Erfolg zu haben.

Der Wahlkampfauftakt der Grünen wurde bisher vor allem von Debatten um Baerbock geprägt. Habeck, der lange selbst als Kanzlerkandidat der Grünen gehandelt worden war, bezeichnete die Diskussion um einen Wechsel in dieser Position in der „Süddeutschen Zeitung“ mittlerweile als „Kokolores“.

Baerbock steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zudem hatte sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet. Auch mussten Partei und Kandidatin Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.

In Klixbüll lobte Habeck den Pioniergeist der Nordfriesen bei der Entwicklung der erneuerbaren Energien. „Das ist ein besonderes Milieu mit besonderen Leuten“, sagte er. In dem nordfriesischen Dorf unweit der dänischen Grenze informierte sich der 51-Jährige bei einem Betriebsbesuch über die Möglichkeit, mit Hilfe eines an einem Stahlseil aufsteigenden Flugdrachens Strom zu erzeugen. Habeck erinnerte daran, dass Landwirte in Nordfriesland in den 80er-Jahren auf ihren Höfen die ersten Windräder in Deutschland aufgestellt hatten.

Anschließend besuchte Habeck dann Westerland auf Sylt, um mit Einheimischen und Touristen ins Gespräch zu kommen. Bis Ende Juli sind weitere Stationen zum Beispiel auf Amrum und Föhr, in Husum und St. Peter-Ording, in Kiel und Flensburg geplant.  dpa

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