„Peter Pan“ in Flammen

Auf der sogenannten Schwedenfähre ist am späten Dienstagabend ein Feuer ausgebrochen. Foto: dpa

Nach einem Feuer im Maschinenraum der Ostsee-Fähre „Peter Pan“ läuft die Suche nach der genauen Brandursache. Klar sei bereits, dass einer der Dieselgeneratoren verantwortlich sei, sagt die Polizei. Wann die Fähre wieder auslaufen kann, steht noch nicht fest.

VON EVA-MARIA MESTER

Travemünde – Nach dem Feuer im Maschinenraum der Passagier-Fähre „Peter Pan“ auf der Ostsee hat die Suche nach der genauen Brandursache begonnen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist einer der Dieselgeneratoren verantwortlich, teilte die Polizei gestern mit. Das Feuer auf der Fähre der Reederei TT Line war Dienstagabend etwa sechs Seemeilen nordöstlich von Travemünde ausgebrochen. Das Schiff kam aus Trelleborg in Schweden und befand sich nach einem Zwischenstopp in Rostock auf dem Weg in seinen Zielhafen Travemünde. Verletzt wurde bei dem Vorfall nach Polizeiangaben niemand.

Durch das Feuer entwickelte sich nach Angaben der Polizei dichter Rauch, der bis auf die Fahrzeugdecks zog. Die Besatzung konnte jedoch das Feuer mit der bordeigenen Anlage schnell löschen. Nachdem das Schiff wieder Fahrt aufgenommen hatte, kam es jedoch zu einem Ausfall an den Hauptmaschinen, sodass das Schiff manövrierunfähig wurde. Deshalb musste die „Peter Pan“ von Schleppern in den Hafen von Travemünde gezogen werden.

An Bord befanden sich nach Angaben der Reederei 278 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder. „Die meisten Passagiere waren mit ihren Autos an Bord und konnten ihre Reise – wenn auch mit Verspätung – fortsetzen“, sagte eine Reedereisprecherin. Diejenigen, die ohne Fahrzeug an Bord waren, seien in Hotels untergebracht worden. Zur genauen Zahl konnte sie zunächst keine Angaben machen. Ob sich Lastwagen mit Gefahrgut an Bord befanden, war zunächst auch nicht bekannt.

Die „Peter Pan“ fällt den Angaben zufolge jetzt erst einmal aus. „Passagiere und Fahrzeuge, die für die nächsten Fahrten gebucht sind, werden auf unsere anderen Schiffe umgebucht“, sagte die Sprecherin. Insgesamt verkehren sechs Schiffe der Reederei zwischen den Häfen Travemünde, Rostock und Trelleborg.  dpa

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