„Pirat“ mit Elektromotor

Helgoland stellt erstes E-Börteboot vor

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Der „Pirat“ hat seit Kurzem einen Elektromotor.

Helgoland - Von Stephanie Lettgen. Ohne Dieselgeruch und leise: Die Gemeinde Helgoland stellt am 10. August ihr erstes Börteboot mit Elektroantrieb vor. Der 1962 gebaute „Pirat“ wurde nach Angaben der Gemeinde in einer Werft im niedersächsischen Freiburg an der Elbe für rund 80 000 Euro umgerüstet und saniert.

Statt des alten Dieselmotors hat das Boot nun einen Elektromotor mit Lithium-Ionen-Batterien. „Unsere Börteboote sind seit Jahrhunderten Tradition auf Helgoland“, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. „Mit der Installation eines Elektroantriebs führen wir diese Tradition in die Zukunft.“ Das Elektro-Börteboot setze ein Signal für aktiven Klimaschutz.

Die Touristen werden vor allem einen Unterschied merken: Das Boot gleite nun leiser durch das Wasser, berichtete Rainer Hatecke. Er leitet die Werft, die das Boot umbaute, und ist zugleich Vorsitzender des Vereins zum Erhalt Helgoländer Börteboote.

Der moderne „Pirat“ wird während der 65. Auflage der Börtebootregatta an der Helgoländer Landungsbrücke präsentiert. Das sei das erste aber sicher nicht das letzte Börteboot mit E-Antrieb, sagte Singer. Eine Entscheidung, wie es weitergehe, solle im Herbst fallen.

Die maritime Tradition der Helgoländer Dampferbörte gehört seit Dezember vergangenen Jahres zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Die Boote verkehren zwischen Deutschlands einziger Hochseeinsel und den Touristenschiffen, die vor Helgoland liegen und nicht auf der Insel anlegen. Die Flotte der zehn Meter langen Eichenboote ist laut Gemeinde geschrumpft, weil neue Passagierschiffe zunehmend im Hafen festmachen. Heute seien lediglich noch elf Börteboote im Einsatz.

Singer und Hatecke sehen die Zukunft der Börteboote-Flotte in emissionsfreien Fahrzeugen für Inseltouren, Naturbeobachtung und Personenverkehr zwischen Helgoland und auf Reede liegenden Bäderschiffen, teilte die Gemeinde mit.  

dpa

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