SPD und Grüne demonstrieren mit ihren Landeslisten Vertrauen in die Amtsinhaber

Der Plan: Weiterregieren

Umweltminister Robert Habeck (Grüne, v.l.) möchte sein Amt im Falle der Neuauflage einer rot-grün-blauen Koalition im Landtag behalten. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) und Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) werden die Landeslisten ihrer Parteien anführen. - Foto: dpa

Lübeck - Gut ein Vierteljahr vor der Landtagswahl wollen SPD und Grüne in Schleswig-Holstein wichtige Personalentscheidungen treffen. Während die Grünen am Wochenende an zwei Tagen in Neumünster ihre Liste für die Landtagswahl am 7. Mai erstellen, kommen die Sozialdemokraten in Lübeck gleich für drei Tage zusammen. Die Genossen wollen in der Hansestadt nicht nur ihre Listen für Landtags- und Bundestagswahl aufstellen, sondern auch ihren Landesvorstand neu wählen.

Der seit fast einem Jahrzehnt amtierende Ralf Stegner bewirbt sich erneut um den Vorsitz. Der 57-Jährige hat keinen Gegenkandidaten. Vor zwei Jahren hatte der Chef der Landtagsfraktion fast 82 Prozent der Stimmen bekommen. Bei seiner ersten Wahl 2007 waren es nahezu 90 Prozent gewesen. Mit der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (61) und der Schenefelder Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (49) treten auch Stegners Stellvertreterinnen erneut an.

Am Sonnabend stellt die Nord-SPD ihre Liste für die Landtagswahl auf. Als Spitzenkandidat auf Listenplatz eins: Ministerpräsident Torsten Albig (53). Bei der Landtagswahl 2012 waren neun Sozialdemokraten über die Landesliste ins Parlament gewählt worden. 13 gewannen ihre Wahlkreise und holten damit Direktmandate. Am Sonntag stellt die Landes-SPD zudem ihre Liste für die Bundestagswahl auf. Sie ist derzeit mit neun Abgeordneten in Berlin vertreten.

Bei den Grünen geht es am Samstag nur um die Landtagswahl. Für Listenplatz eins hat die Partei bereits Finanzministerin Monika Heinold nominiert. Eine Kampfkandidatur gibt es zwischen den beiden Landtagsabgeordneten Rasmus Andresen und Bernd Voß um den Platz dahinter – Ausgang offen. Der Verlierer wird es um Listenplatz vier erneut versuchen. Zwischen den beiden kandidiert Fraktionschefin Eka von Kalben für Platz drei.

In den Landtag drängt es nun auch die Landesvorsitzende Ruth Kastner. Sie tritt für den ebenfalls als sicher geltenden Listenplatz fünf an. Um den bewirbt sich aber auch die Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Marret Bohn. Weitere Kandidaturen sind möglich.

Obwohl er weder für die Landes- noch für die Bundestagsliste seiner Partei kandidiert, wird Umweltminister Robert Habeck in der Stadthalle von Neumünster ebenfalls zu den Delegierten sprechen. Der 47-Jährige war in der vergangenen Woche bei der Urwahl der Grünen für die Bundestagsspitzenkandidatur nur äußerst knapp Parteichef Cem Özdemir unterlegen. Habeck hat bereits angekündigt, den Job als Umweltminister in Schleswig-Holstein im Falle einer Fortsetzung der derzeitigen Koalition mit SPD und SSW behalten zu wollen.  

dpa

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