Die Ferien sollen bis zu vier Wochen verlängert werden – so lautet jedenfalls Stephan Pilsinger (CSU) Vorschlag.
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Die Ferien sollen bis zu vier Wochen verlängert werden – so lautet jedenfalls Stephan Pilsinger (CSU) Vorschlag.

Bildungsministerin reagiert damit auf Vorstöße anderer Unionspolitiker

Prien lehnt längere Winterferien ab

Kiel/Berlin – Bildungsministerin Karin Prien hat sich gegen eine Verlängerung der Winterferien als Schutzmaßnahme gegen das Corona-Virus ausgesprochen. „Öffentliche Schulferiendebatten helfen jetzt niemandem und sind überflüssig wie ein Kropf“, sagte die CDU-Politikerin gestern. Sie reagierte damit auf Vorstöße anderer Unionspolitiker.

„Wir sollten darüber nachdenken, die Winterferien um zwei bis drei Wochen zu verlängern und im Sommer entsprechend zu kürzen“, schlug der Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß vorab vor. Ziel müsse sein, bestmöglich durch die Pandemie zu kommen. Sein Bundestags-Fraktionskollege Stephan Pilsinger (CSU) regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung der Oster- und Sommerferien an. „Das Wohl der Schüler und Lehrer muss im Vordergrund stehen“, begründete er seinen Vorschlag.

Über dieses Thema könnten auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) heute beraten. Schulschließungen zu vermeiden, gilt als eines der wichtigsten Ziele der Corona-Maßnahmen.

Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern, Kindern, Jugendlichen, Familien sowie der Wirtschaft sei es, die Schulen für möglichst viele Schüler offen zu halten, erläuterte die Kieler Ministerin Prien. Dies sollte im Regelbetrieb geschehen und falls notwendig, regional oder punktuell im Hybridbetrieb.

Nach Ansicht von Martin Habersaat (SPD) würden längere Ferien das Problem nicht lösen. „Die Frage, wie in der kalten Jahreszeit mit den Ansteckungsgefahren in Schulen und Bussen umzugehen ist, bleibt durch die Verlängerung der Winterferien gänzlich ungelöst.“ „Schulen können auch nicht ihre Abläufe immer spontan an das anpassen, was die Politik sich gerade ausdenkt.“ Warme Kleidung und viel Lüften müssten die Hauptlösung sein. Wo das nicht gehe, müsse über technische Lösungen zur Reinhaltung der Luft gesprochen werden.  dpa

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