Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) will den Polizeibeamten helfen.
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Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) will den Polizeibeamten helfen.

Land will mehr Polizeipsychologen einstellen

Psychische Belastung steigt

Kiel – Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack will mit einem Ausbau des Psychologischen Dienstes auf die Belastungszunahme der Polizei in Schleswig-Holstein reagieren. „Nicht jeder herausfordernde Einsatz kann gleich gut verarbeitet werden“, sagte die CDU-Politikerin. „Und auch die Auswertung beispielsweise von Beweismitteln zum Kindesmissbrauch kann ohne Frage an Grenzen dessen führen, was ein Mensch ertragen kann.

Darauf müssen wir reagieren.“

Nach Angaben des Innenministeriums kümmert sich bei der Polizei derzeit ein Psychologe um die Begleitung und Beratung von Beamten nach Einsätzen. Künftig sollen es fünf sein. Es seien in allen Direktionen aber Beamte in der psychologischen ersten Hilfe ausgebildet. Zudem gebe es präventive Vorträge über Stress, posttraumatische Stressreaktion/Trauma und mögliche Hilfen.

„Mir liegt sehr am Herzen, dass unsere Polizistinnen und Polizisten ab dem Zeitpunkt ihrer Auswahl für den Polizeidienst, bei der Bewältigung ihrer beruflichen Anforderung und bei Problemen, die aus ihrem Privatbereich in den dienstlichen hineingetragen werden, eine angemessene psychologische Begleitung und Beratung vorfinden“, sagte Sütterlin-Waack.

Die künftig fünf Psychologen sollen der Polizei auch bei Einsätzen und in der Ausbildung helfen. „Wir müssen noch besser wahrnehmen können, wie es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht und was sie bewegt“, sagte Sütterlin-Waack. Die Beamten müssen stets das Vertrauen und die Möglichkeit haben, eine fachliche Beratungsstelle innerhalb der Polizei anzurufen.  dpa

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