Polizisten durchsuchen Objekte der Hells Angels MC Coastland und Red Devils

Razzia im Rocker-Milieu

Kiel - Die Polizei hat in Schleswig-Holstein im Rocker-Milieu 21 Objekte durchsucht. Betroffen waren Wohnungen, ein Clubhaus und ein Gewerbeobjekt, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Die vierstündige Aktion gestern im Raum Flensburg, Schleswig und Niebüll lief im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Mitglieder des Rockerclubs Hells Angels MC Coastland und der Red Devils aus Flensburg. Im Zentrum der Ermittlungen stehen 18 Personen: Sie werden verdächtigt, am 18. August am Rande der Rennveranstaltung „Hot Wheelz“ auf dem Flugplatz Schwesing bei Husum Angehörige des verfeindeten Rockerclubs Mongols MC Bad Coast Husum angegriffen und mindestens zwei von ihnen schwer verletzt zu haben.

Bei den von 6 bis 10 Uhr laufenden Durchsuchungen am Dienstag wurden laut LKA unter anderem Mobilfunkgeräte, elektronische Datenträger und Betäubungsmittel sichergestellt. Die Ermittler fanden außerdem diverse Hieb- und Stichwaffen. Diese wurden nicht beschlagnahmt, weil man sie zu Hause haben darf. Schusswaffen wurden nicht entdeckt. Es gab auch keine Festnahmen. „Alles ging ruhig über die Bühne“, sagte eine LKA-Sprecherin.

An dem Einsatz waren rund 150 Polizisten beteiligt. Den Beamten halfen bei ihren Ermittlungen nicht nur Zeugenaussagen, sondern auch das Hinweisportal der Landespolizei. Dort konnten Zeugen Fotos und Videomaterial vom Tatgeschehen hochladen. Anhand des Bildmaterials konnten die Ermittler nach eigenen Angaben die Identität weiterer Tatbeteiligter feststellen. - dpa

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