Verdacht: „Gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern

Razzia bei Transportunternehmen

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Ermittler tragen in Harrislee Akten aus dem Gebäude eines Paketzustellers.

Harrislee - Ermittler der Bundespolizei haben am Donnerstag Büroräume eines Transportunternehmens in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsucht. „Gegen fünf Hauptbeschuldigte wird wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern ermittelt“, sagte ein Bundespolizeisprecher.

Der Paket-Zusteller steht im Verdacht, Osteuropäer mit falschen Papieren ausgestattet und illegal beschäftigt zu haben. Nach Angaben der Bundespolizei gab es Durchsuchungen an neun Standorten in Schleswig-Holstein, darunter Harrislee, Osterrönfeld, Ellerau, Kaltenkirchen und Neumünster sowie an jeweils einem Ort in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Grundlage für die Aktion seien monatelange Ermittlungen, sagte der Sprecher. In Harrislee überprüften Bundespolizisten die Identitäten von mehr als 20 Fahrern. Neben diversen Geschäftsunterlagen, Mobiltelefonen und Computern gehörten dazu auch gefälschte Ausweise, rund 30 000 Euro Bargeld sowie in Neumünster eine schussbereite Handfeuer- und eine Schreckschusswaffe. 

Die Ermittlungen gegen die Beschuldigten laufen bereits seit 2017. Im Visier der Ermittler ist ein Servicepartner des Paketzustellers Hermes. Das Unternehmen unterstütze den Aufklärungsprozess in enger Kooperation mit den zuständigen Behörden vollumfänglich, sagte ein Sprecher.

dpa

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