Ein positives Testergebnis – davon gibt es in Schleswig-Holstein derzeit sehr viele.
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Ein positives Testergebnis – davon gibt es in Schleswig-Holstein derzeit sehr viele.

Regierung verkündet höchsten Wert seit Pandemie-Ausbruch

Rekord: 278 neue Fälle

Kiel – In Schleswig-Holstein sind innerhalb eines Tages 278 Corona-Neuinfektionen registriert worden – so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr. Die Landesregierung veröffentlichte die Zahlen gestern im Internet. Bisher war der höchste Tageswert für den 22. Oktober mit 209 Fällen gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Kiel mit. Zuletzt waren am Montag 164 Corona-Neuinfektionen registriert worden.

Besonders betroffen im Norden sind die Kreise Segeberg (57,4), Pinneberg (62,3) und Stormarn (68,8). In Stormarn und Pinneberg sowie in Lübeck, das am Dienstag einen Wert von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnete, gilt seit Mittwoch neben weiteren Verschärfungen unter anderem eine Maskenpflicht auch für Grundschüler. Im Kreis Segeberg soll eine entsprechende Allgemeinverfügung heute in Kraft treten. In Lübeck lag der Wert nach RKI-Angaben gestern bei 46,6, in Dithmarschen bei 44,3, in Nordfriesland bei 44,0. In ganz Deutschland haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von gestern Morgen 14 964 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet – das ist ebenfalls eine Höchstzahl. Vergangenen Mittwoch hatte die Zahl bei 7 595 gelegen. Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland verzeichnet worden.

Bereits am Dienstag hatte Ministerpräsident Daniel Günther drastische Kontaktbeschränkungen für Schleswig-Holstein angekündigt – unabhängig von den Ergebnissen des Gipfels mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie sollen am Wochenende in Kraft treten. Dann dürfen sich im ganzen Land nur noch maximal zehn Personen zusammen aufhalten. Gaststätten müssen ebenfalls für drei Wochen von 23 bis 6 Uhr geschlossen bleiben. Auch andernorts darf in dieser Zeit kein Alkohol verkauft werden. Zudem soll die Maskenpflicht im Schulunterricht ab der fünften Klasse um drei Wochen verlängert werden. In Gebieten mit hohen Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht auf die Klassen eins bis vier ausgeweitet werden. Dies betrifft jene Regionen, in denen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wurde. Veranstaltungen dürfen drei Wochen lang mit maximal 100 Personen stattfinden und dies auch nur dann, wenn strikte Hygienevorgaben eingehalten werden.  dpa

Maskenpflicht gilt nicht mehr nur für die Großen: Auch Grundschüler müssen jetzt im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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