Jäger und Bauern weisen auf Brut- und Setzzeit hin

Retten die Rehkitze!

Noch sind die Rehe gut zu sehen auf dem Getreidefeld. Doch wenn die Halme in die Höhe geschossen sind, können Felder zur tödlichen Gefahr für Tiere werden. Foto: DPA

Flintbek – Schleswig-Holsteins Jäger und Bauern wollen auch in Zeiten der Corona-Pandemie Rehkitze, Junghasen und die Gelege der Bodenbrüter vor Erntemaschinen schützen. Jagdverband und Bauernverband riefen ihre Mitglieder auf, die gute Zusammenarbeit für den Tierschutz im Rahmen der behördlichen Vorschriften auch in diesem Jahr fortzusetzen, teilte der Landesjagdverband (LJV) mit. „Mit den wärmeren Temperaturen beginnt auch die Brut- und Setzzeit, und die heimischen Wildtierarten bringen ihren Nachwuchs zur Welt. Das Gras der Wiesen und Weiden bietet den Tieren Schutz vor ihren Feinden“, sagte LJV-Präsident Wolfgang Heins. Zeitgleich beginnen die Landwirte aber auch mit dem Mähen – der sogenannten Mahd.

„Das Absuchen der Felder vor Beginn der Mahd, die Vergrämung oder das Mähen von innen nach außen sind bewährte Verfahren, die von den Bauern genutzt werden“, erklärte der Präsident des Landesbauernverbandes, Werner Schwarz. Seit einigen Jahren sei die Nutzung von Drohnen mit Wärmebildkameras als weitere Möglichkeit hinzugekommen. In Einzelfällen werde auch ein kostenintensives infrarotsensor-basiertes Verfahren zur automatisierten Anhebung des Mähwerks angeboten.  dpa

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