Schifffahrt darf nicht mehr so viel Schwefel in die Luft pusten

Die internationale Schifffahrtsindustrie wird sich wegen verschärfter Umweltvorschriften erheblich umstellen müssen. Vom 1. Januar 2020 an dürfen Schiffe nach Bestimmungen der International Maritime Organization (IMO) auf hoher See nur noch Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,5 Prozent statt 3,5 Prozent verbrennen oder müssen Abgase vom Schwefel reinigen. „Jetzt geht es für die IMO und die Branche darum, den neuen Grenzwert konsequent umzusetzen“, sagte IMO-Generalsekretär Kitack Lim gestern in Hamburg. In der Nord- und der Ostsee darf schon seit 2015 nur noch Treibstoff mit 0,1 Prozent Schwefelgehalt genutzt werden. Die weltweiten Reeder hätten akzeptiert, dass eine Verschiebung der weiteren Schwefelobergrenze keine Option sei, sagte Esben Poulsson, Vorsitzender der International Chamber of Shipping. Aber es müsse bald auch ein regelkonformer Kraftstoff verfügbar sein. Noch habe er keine Infos der Mineralölindustrie. Reedereien rechnen laut Umfragen damit, von 2019 bis 2023 mehr als 215 Milliarden Euro für Investitionen im Bereich „Green Shipping“ aufwenden zu müssen, sagte Poulsson. - Foto: dpa

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