Serie von Sturmfluten nagt an Nordseeküste

Wasser überflutet den Strand von St. Peter-Ording. Foto: dpa

Husum – Mit einer Serie von Sturmfluten hat Orkantief „Sabine“ an Schleswig-Holsteins Nordseeküste genagt. Der „Blanke Hans“ beschädigte Deiche und riss Sand von den Stränden. Zum Ausmaß der Schäden gibt es nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) jedoch noch keine Erkenntnisse.

Denn „wir erwarten noch eine Sturmflut. Bis dahin können wir nur wahrnehmen, aber nicht messen“, sagte LKN-Direktorin Birgit Matelski am Mittwoch. Heute sollten Vermessungstrupps und ein Morphologe die Schäden untersuchen.

Auf Sylt gebe es unter anderem südlich Hörnum bis Odde Randdünenabbrüche sowie Vordünenabbrüche nördlich Hörnum bis Westerland. Auf der Insel Föhr seien bei Utersum Teile des Strands beschädigt. Auf Nordstrand und in Büsum haben die Sturmfluten kleinere Schäden am Deckwerk verursacht. „Das ist nichts Dramatisches, das ist im Rahmen des Üblichen nach solchen Fluten“, sagte die LKN-Direktorin.

Eine Serie von fünf aufeinander folgenden Sturmfluten ist an der Westküste Schleswig-Holsteins ein seltenes Ereignis. In Husum gab es so etwas zuletzt 1993, wie Matelski sagte. In der Elbe komme das öfter vor. Dort seien zuletzt 2015 fünf aufeinander folgende Sturmfluten registriert worden.  dpa

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