Laut SPD sollen die Tests vom Arbeitgeber, den Krankenkassen und dem Staat bezahlt werden.  
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Laut SPD sollen die Tests vom Arbeitgeber, den Krankenkassen und dem Staat bezahlt werden. Foto: Dpa

Untersuchungen unzureichend: Partei bringt Antrag ein

SPD fordert regelmäßige Corona-Tests im Sozialbereich

Kiel – Die SPD hat die von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) angekündigten stichprobenartigen Corona-Untersuchungen in Kitas, Schulen, Pflegeheimen und in der Tourismusbranche als unzureichend kritisiert. „Wir brauchen eine durchgängige Testung in allen Sozialberufen, in denen die Kräfte direkt mit Menschen zu tun haben“, sagte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls, gestern in Kiel. Dies wäre ein Ausdruck der Wertschätzung und ein Beitrag zum Gesundheitsschutz.

Die SPD werde nächste Woche in den Landtag einen Antrag einbringen mit der Aufforderung an die Landesregierung, die Test-Kapazitäten im Land auszubauen und die Corona-Tests auszuweiten.

Nach den Vorstellungen der SPD sollte das Personal in stationären Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten, in Kliniken und ambulanter Gesundheitsversorgung sowie von Rettungsdiensten mindestens einmal im Monat getestet werden. Zudem sollten Testmöglichkeiten auch für Beschäftigte in Kitas und Schulen zur Verfügung stehen. Pauls betonte, nach der Statistik des Robert Koch-Instituts gebe es in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern überproportional viele Corona-Fälle. Die etwa 60 bis 80 Euro teuren Tests sollten Arbeitgeber, Krankenkassen und der Staat bezahlen.

Schleswig-Holstein will für seine stichprobenartige Corona-Untersuchungen fünf Millionen Euro bereitstellen. Dies hatte Garg gestern nach einer Kabinettssitzung mitgeteilt. Stichprobenartige Untersuchungen in Pflegeheimen sind in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Dithmarschen geplant. An den Schulen und Kitas sind diese in Lübeck, Kiel und im Kreis Segeberg vorgesehen. Die Landesregierung fördert auch ein Forschungsprojekt zu den Auswirkungen auf den Tourismus.

Rund um die Lübecker Bucht soll es einen freiwilligen Massentest mit mehr als 1 000 Mitarbeitern des Gastgewerbes geben. Diese sollen erstmals im Juli und dann erneut im August untersucht werden.  dpa

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