Anwohner verzögern Bombenentschärfung in Glinde mehrfach

Sprengmeister braucht Spezialgerät

Ein Sprengmeister präsentiert die beiden Zünder. Foto: dpa

Glinde – Fast neun Stunden hat am Mittwoch die Entschärfung einer Fliegerbombe in Glinde (Kreis Stormarn) gedauert. Mehrfach wurden Menschen im evakuierten Bereich gesichtet, was zur Unterbrechung der Aktion führte, teilte die Polizei mit. Am späten Nachmittag stellte der Kampfmittelräumdienst fest, dass ein Spezialgerät benötigt wird. Dieses traf erst am Abend ein, sodass das Technische Hilfswerk für eine Beleuchtung der Einsatzstelle sorgen musste. Um welche Art Gerät es sich handelte, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen. Erst gegen Mitternacht, nach Sprengung des Zünders der 500-Pfund-Bombe, konnten die rund 6 000 Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Weltkriegsbombe war bei Abrissarbeiten in einem Gewerbegebiet entdeckt worden. Gebäude im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort der Fliegerbombe wurden evakuiert. Aus Sicherheitsgründen fiel zudem der Unterricht an allen Glinder Schulen aus, auch für gestern wurde vorsorglich der Unterricht an Grundschulen abgesagt. Die Stadt stellte Notunterkünfte zur Verfügung.

Der Luftraum über dem Fundort war während der Entschärfung gesperrt. Die Polizei überwachte das Gebiet jedoch mit zwei Drohnen. Die A 24 zwischen Hamburg und Berlin musste nicht gesperrt werden. Im Einsatz waren mehr als 100 Polizisten sowie gut 670 Mitarbeiter von Feuerwehr, Stadt und Rettungsdienst.  dpa

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