Nord-SPD-Chef macht Weg für andere frei

Stegner tritt nicht mehr an

Ralf Stegner ist bald nicht mehr Teil der Landesspitze. - Foto: dpa

Kiel - SPD-Chef Ralf Stegner tritt 2019 nicht mehr zur Neuwahl des Landesvorstands seiner Partei an. Das gab der 58-Jährige gestern in Kiel bekannt. Zugleich kündigte Stegner an, er werde die bislang einzige Kandidatin für seine Nachfolge an der Parteispitze, die stellvertretende Landtags-Fraktionschefin Serpil Midyatli, unterstützen. Den Posten des Fraktionsvorsitzenden im Landtag will Stegner behalten. Er sehe sich selbst keineswegs im politischen Ruhestand. „Aufgeben und Rückzug ist nicht“, sagte er.

Stegner war zuletzt in die Kritik geraten, weil die SPD bei der Kommunalwahl im Frühjahr bereits die dritte Niederlage in Folge nach der Landtagswahl im Mai 2017 und der Bundestagswahl im Herbst vergangenen Jahres einstecken musste. Die Sozialdemokraten rutschten im Mai landesweit um 6,5 Punkte auf 23,3 Prozent ab und landeten weit hinter der CDU (35,1).

Stegner ist seit März 2007 Landeschef der Nord-SPD. Zudem ist er stellvertretender Bundesvorsitzender und seit 2008 Fraktionschef im Landtag in Kiel. Zuvor war Stegner von 2003 bis 2005 Finanzminister und anschließend bis 2008 Innenminister des nördlichsten Bundeslandes. - dpa

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