Erster Gästeansturm erwartet

Strandkorb-Vermieter in den Startlöchern

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In den ersten Ferienorten wurden bereits am vergangenen Wochenende Strandkörbe aufgestellt. 

St. Peter-Ording/Lübeck - Der Frühling erwacht und damit auch die Touristensaison. Einen einheitlichen Starttermin gibt es nicht, die Saison startet etappenweise. Während Sankt Peter-Ording den Beginn der Urlaubszeit schon gestern einläutete, müssen sich Gäste in Büsum noch bis Mitte April gedulden. Auch an der Ostseeküste geht es in den meisten Orten am Osterwochenende vom 15. April an richtig los.

Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen. „Die Strandkorbvermieter warten darauf, ab dem 1. April die ersten Körbe aufstellen zu können“, sagte Norbert Babies, Vorsitzender des Landesverbandes der Strandkorbvermieter. Der Transport vom Winterlager zum Strand ist aufwendig. „Ich habe 150 Körbe und bekomme jeweils sechs auf meinen Transportanhänger. Pro Fuhre brauche ich etwa zwei Stunden für das Auf- und Abladen der Körbe, die Fahrt und das Aufstellen der Körbe am Strand. Es dauert also rund drei Tage, bis alle Körbe am Strand stehen“, rechnete Babies vor.

„Bei uns ist der Saisonstart eine Art Soft Opening“, sagte die Marketingleiterin des Tourismus-Service Grömitz, Janina Kononov. Am Samstag gibt es in dem Ostseebad im Kreis Ostholstein eine große Strandreinigungsaktion. Am Osterwochenende läuten ein mehrtägiges Familienfest und Osterfeuer den Beginn der Vorsaison ein.

„Die Sturmflutsaison für Nord- und Ostsee dauert bis zum 15. April“

Auch in Büsum im Kreis Dithmarschen beginnt die Saison nach Angaben von Linda Meinke von der Tourismus Marketing Büsum erst am Osterwochenende. Die ersten Strandkörbe werden in zwei Wochen aufgestellt. In St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) dagegen standen die ersten Körbe dagegen schon am vergangenen Wochenende bereit.

Grund dafür sind Vorschriften des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz LKN. „Die Sturmflutsaison für Nord- und Ostsee dauert vom 1. Oktober bis 15. April“, erklärte LKN-Sprecher Hendrik Brunckhorst. „In dieser Zeit müssen sämtliche Nutzungen und die Arbeiten, die die Küste gefährden könnten, an den Deichen eingestellt werden.“

Ausnahmen wie das Aufstellen von Strandkörben seien aber möglich, wenn die örtlichen Gegebenheiten es zuließen, sagte Brunkhorst. „Darüber entscheiden wir im Einzelfall und auf Antrag.“ Das erklärt die unterschiedlichen Regelungen entlang der Küsten. So stehen beispielsweise in Büsum die Strandkörbe unmittelbar vor und auf dem Deich. In Sankt Peter-Ording hingegen werden sie mehrere Hundert Meter von der Deichlinie entfernt auf dem weiten Sandstrand aufgestellt.

dpa

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