Der Kabinettsschrank von Carl Hinrich Hering ist das Herzstück der Schau „Stroh, kostbar wie Gold“. - Foto: St. Annen-Museum Lübeck
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Der Kabinettsschrank von Carl Hinrich Hering ist das Herzstück der Schau „Stroh, kostbar wie Gold“.

Ausstellung zeigt Arbeiten Carl Hinrich Herings

Strohdekor als Liebesgabe

Lübeck - Unter dem Titel „Stroh, kostbar wie Gold“ zeigt das Lübecker St. Annen-Museum ab Samstag eine Ausstellung, die mit Stroh verzierte Behältnisse zeigt.

Das besondere an diesen sogenannten Strohmarketerien, die als Liebesgaben im 18. Jahrhundert beliebt waren, ist, dass sie aus billigem Material gemacht sind: geschnittene und teilweise gefärbte Strohhalme. Sie werden zu bildhaften Szenen zusammengesetzt und geleimt. Die 15 Schachteln, Schatullen und Bildtafeln aus der Zeit zwischen 1710 und 1730 stammen alle aus Werkstatt des Lübecker Meisters Carl Hinrich Hering.

Ausstellungskuratorin Bettina Zöller-Stock berichtet, Herings Arbeiten fänden sich noch heute vereinzelt in den Kuriositätenkabinetten europäischer Fürstenhäuser.

Kernstück der Lübecker Ausstellung ist ein Kabinettschränkchen, das komplett mit Bildern aus gebügelten Strohhalmen geschmückt ist. Über den Künstler ist nur wenig bekannt. Ab 1694 seien drei Strohschachtelmacher dieses Namens in Lübeck nachgewiesen, sagte Zöller-Stock. In welchem Verhältnis sie zu Carl Hinrich standen und was aus ihnen geworden ist, sei nicht bekannt. 

dpa

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