Nordkirche erwartet höhere Kirchensteuereinnahmen

Synode thematisiert Finanzen

Kirchensteuer: Die gesamten Einnahmen der Nordkirche bleiben im Vergleich zu 2019 unverändert. Foto: dpa

Travemünde – Der Haushalt der Nordkirche für 2020 und der Jahresabschluss 2017 sind die Hauptthemen der Tagung der Landessynode, die am Donnerstag in Lübeck-Travemünde beginnt. Für das laufende Jahr rechnet die Nordkirche nach Angaben ihres Sprechers Stefan Döbler mit leicht gestiegenen Kirchensteuereinnahmen. Die Summe aller Einnahmen bleibe mit rund 583 Millionen Euro im Vergleich zu 2019 aber gleich, sagte er.

Eigentlich hatten die Haushaltsberatungen bereits im November 2019 laufen sollen. Da im Jahresabschluss für 2017 jedoch erstmals auch die Versorgungsverpflichtungen der nächsten Jahrzehnte berücksichtigt und für den Haushaltsentwurf 2020 fortgeschrieben werden mussten, waren die Beratungen auf die Februarsitzung verschoben worden.

„Die Ausweisungen der Pensionsrückstellungen für die öffentlich-rechtlichen Bediensteten zeugt von einem großen Verantwortungsbewusstsein gegenüber zukünftigen Generationen“, sagte die Präses der Landessynode, Ulrike Hillmann. 2020 sollen gemäß dem Vorschlag des Landeskirchenamts 16,3 Millionen Euro für den Kirchlichen Entwicklungsdienst eingeplant werden.

Der weitaus größte Teil der Einnahmen (336,5 Millionen Euro) ist für die Arbeit der Kirchenkreise und Kirchengemeinden vorgesehen. Die gesamtkirchlichen Dienste und Werke – etwa die Diakonie, die Seemannsmission oder das Frauenwerk – sollen nach Angaben Döblers 41,8   Millionen Euro erhalten. Für die Landessynode, das Landeskirchenamt und die Kirchenleitung sind den Angaben zufolge 34,1 Millionen Euro vorgesehen. Die Abstimmung über den Haushalt ist für Freitag geplant.

Bereits am Donnerstag wollen die 156 Synodalen über mehrere Kirchengesetze zum Thema Bauen beraten. „Die Synode kann nun endlich über ein einheitliches und umfassendes Baurecht für das gesamte Nordkirchengebiet entscheiden“, sagte Präses Hillmann. Zum Abschluss der Tagung soll der Klimaschutzbericht 2018 der Nordkirche vorgestellt werden.

Die Nordkirche war 2012 durch den Zusammenschluss der Nordelbischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche entstanden. Mit knapp zwei Millionen Mitgliedern ist die Nordkirche die fünftgrößte Landeskirche in der Evangelischen Kirche in Deutschland.  dpa

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