Aktion aus Neumünster

70.000 Schüler erarbeiten beim Sozialen Tag rund 1,3 Millionen Euro 

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Rasmus Schmahl und seine Mitstreiter rechnen mit Einnahmen von rund 1,3 Millionen Euro.

Neumünster - Rasenmähen, Müllsammeln oder dem Ministerpräsidenten helfen: Rund 70 000 Schüler haben am Sozialen Tag die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz eingetauscht. Mit dem so erarbeiteten Geld wollen sie Kinder und Jugendliche auf dem Balkan und in Jordanien unterstützen. In Schleswig-Holstein haben sich besonders viele Jungen und Mädchen engagiert.

„Wir rechnen wieder mit Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro“, sagte Rasmus Schmahl von der Initiative „Schüler Helfen Leben“ gestern. Er rechnet bundesweit mit rund 70 000 Schülern, die sich an der Aktion beteiligt haben. Deutschlandweit haben sich 586 Schulen für den Tag angemeldet, davon 224 aus Schleswig-Holstein.

Das Geld, das die Schüler an diesem Tag verdient haben, soll in Projekte in Südosteuropa und in Jordanien fließen. In Bosnien und Herzegowina wird damit ein Projekt unterstützt, das für gleichberechtigtes Leben und sexuelle Selbstbestimmung steht. 

Hier geht es um Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Gesellschaft diskriminiert werden. In Jordanien soll ein Gemeindezentrum für Kinder in der Hauptstadt Amman unterstützt werden.

Auch in der Staatskanzlei wurden Arbeitsplätze eingerichtet

Mädchen und Jungen haben dafür gestern in Geschäften, in der Apotheke, in Büros, im Garten der Großeltern oder auch in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Daniel Günther gearbeitet. Der CDU-Politiker ist Schirmherr der Aktion im nördlichsten Bundesland. „Eine Schülerin hat in der Staatskanzlei in Kiel für ihn als persönliche Referentin gearbeitet, ein anderer Schüler hat dort mit einer Videokamera gearbeitet“, sagte Schmahl.

Andere Arbeitsstätten lagen beispielsweise im Aquarium in Kiel oder im Tierpark Arche Warder. Dort fungierte eine Schülerin gestern als Tierpflegerin. Müll gesammelt haben Fünftklässler des Ostsee-Gymnasiums Timmendorfer Strand im Auftrag des Sea Life.

Laut den Erfahrungen der vergangenen Jahre verdienten die Schüler im Schnitt 25 Euro, sagte Schmahl. Wie viel Geld in diesem Jahr zusammenkam, ist noch unbekannt. - dpa

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