Tesa eröffnet am Mittwoch den Gebäudekomplex / Größte Investition in der Geschichte des Unternehmens

160 Millionen Euro für die neue Zentrale

Thomas Schlegel scheidet als Chef aus.
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Thomas Schlegel scheidet als Chef aus.

Norderstedt - Das Land ist die neue Heimat eines Milliardenkonzerns. Der Klebebandhersteller Tesa nimmt am Mittwoch offiziell seine neue Unternehmenszentrale samt Forschungs- und Technologiezentrum in Norderstedt in Betrieb. Neben Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und dem Norderstedter Bürgermeister Hans-Joachim Grote wird der scheidende Tesa-Chef Thomas Schlegel zu den Gästen sprechen. Der Umzug war sein Projekt. Nun gehört es zu Schlegels letzten Amtshandlungen, die Immobilie zu eröffnen; in der kommenden Woche übernimmt sein Nachfolger Robert Gereke den Tesa-Chefsessel.

Für Norderstedt ist die Ansiedlung von Tesa ein großer Schritt nach vorn. „Wir sind als Stadt stolz und froh, solch ein traditionsreiches und international erfolgreiches Unternehmen bei uns zu haben“, sagt Bürgermeister Grote. Das Betriebsgelände liegt nur wenige Meter hinter der Hamburger Stadtgrenze. Mehr als 1000 Tesa-Mitarbeiter arbeiten hier, seitdem vor einigen Wochen der schrittweise Umzug aus verschiedenen Gebäuden in Hamburg komplett vollzogen wurde. Allein 280 davon sind im Forschungszentrum damit beschäftigt, neue Technologien und Produkte zu entwickeln. Das sind begehrte High-Tech-Arbeitsplätze.

Die fünftgrößte Stadt Schleswig-Holsteins, die 1970 eher willkürlich aus vier Gemeinden gebildet wurde, profitiert schon lange von ihrer günstigen Lage am Hamburger Stadtrand. Tesa hat die neue Zentrale – mit 160 Millionen Euro die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens – im Gewerbegebiet Nordport gebaut. Das liegt direkt am Hamburger Flughafen, 30 Minuten entfernt von der Hamburger Innenstadt und hat sogar die Hamburger Vorwahlnummer. In dem Gewerbegebiet haben sich rund 50 Firmen angesiedelt, darunter Schwergewichte wie die Europa-Zentrale des Konsumgüterherstellers Casio und zahlreiche Logistikfirmen.

Die Gewerbesteuern fließen allerdings nach Norderstedt. Sie fallen niedriger aus als in Hamburg, doch sei das nicht der Grund für die Standortwahl gewesen. „Dabei ging es um die langfristige Ausrichtung des Unternehmens“, sagt Tesa-Sprecher Reinhart Martin. „Wir haben mehr als 30 Grundstücke in der gesamten Region geprüft, auch in Hamburg.“ Ausschlaggebend waren die verkehrsgünstige Lage, die schnelle Umsetzbarkeit des Bauprojekts und spätere Erweiterungsmöglichkeiten.

dpa

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