Tierkörper war vor Helgoland gestrandet

Gießener Akademie stellt Wal-Überreste aus

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Präparator Ralph Blacky (r.) dirigiert in Gießen ein am Kran hängendes Kieferstück eines kürzlich vor Helgoland gestrandeten Pottwals in einen Container. dpa

Giessen/Nordstrand - Die tonnenschweren Überreste eines vor Helgoland gestrandeten Pottwals sind an der Uni Gießen angekommen. Mit vereinten Kräften und einem Kran luden mehrere Tierpräparatoren am Montag die Teile in einen Container. In den kommenden Monaten sollen die Knochen so behandelt werden, dass sie ausgestellt werden können. „Das ist Neuland für uns“, sagte Professor Stefan Arnhold vom Institut für Veterinär-Anatomie. Ein Tier dieser Größe sei bislang in Gießen noch nicht präpariert worden. Der Wal ist für die Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher bestimmt, die sich unter anderem an Schüler richtet.

Unterdessen haben Experten auf Nordstrand einen nahe Büsum entdeckten Jungbullen skelettierten. Der Wal habe keine äußeren Auffälligkeiten gehabt, sagte am Sonnabend ein Sprecher des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz. „Er hatte im Magen Reste eines mehrere Quadratmeter großen Fischernetzes, aber das war nicht die Todesursache.“ Diese müsse in den kommenden Wochen geklärt werden. Das Skelett des Wals werde künftig im Meeresmuseum in Stralsund ausgestellt, die übrigen Körperteile sollten in eine Tierkörperverwertungsanstalt gebracht werden.

dpa

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