Todesschuss: Knapp zwölf Jahre Haft für Mann

Kiel – Mehr als sieben Jahre nach dem tödlichen Schuss ins Gesicht eines Mannes in Neumünster hat das Kieler Landgericht einen 41-Jährigen wegen Mordes zu elf Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Das Gericht blieb damit gestern unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte im Fall des Haupttäters auf zwölf Jahre und neun Monate plädiert. Das Gericht sprach einen 37 Jahre alten Mitangeklagten frei. Ihm war auch nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei nachzuweisen, dass er in den Tatplan des Mannes eingeweiht war. Das 41 Jahre alte Opfer starb im Juni 2012. Es hatte seinem Mörder ahnungslos die Tür geöffnet. Der schoss sofort und floh unerkannt. Die Aufklärung des Verbrechens wurde erst durch die Aussage der früheren Lebensgefährtin des Angeklagten möglich. Sie hatte den Vater ihrer zwei Kinder jahrelang gedeckt.

Erst 2018 brach sie ihr Schweigen während einer Mutter-Kind-Kur. 2019 ging sie zur Polizei und wurde zur Kronzeugin der Anklage. dpa

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