Menschenleer präsentiert sich die Innenstadt von Flensburg am Samstagabend.
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Menschenleer präsentiert sich die Innenstadt von Flensburg am Samstagabend.

Flensburger tragen Ausgehverbot mit – bis auf ein paar Biertrinker

Überwiegend einsichtig

Flensburg – Die verschärften Corona-Regeln in Flensburg sind am Wochenende von den meisten Einwohnern befolgt worden. Die Straßen waren in der Nacht zum Sonntag meist völlig leer. Das Verkehrsaufkommen habe sich auf ein bisher nie festgestelltes Minimum reduziert, teilte die Polizei mit. Bei Kontrollen der Ausgangssperre seien nur wenige Verstöße festgestellt worden.

Die meisten der kontrollierten Menschen hätten sich einsichtig gezeigt.

Auf einem Spielplatz hätten vier Personen Bier getrunken und seien von den Beamten nach Hause geschickt worden. Ihnen droht nun ebenso ein Bußgeld wie einem Mann, der nach 21 Uhr Bier an einer Tankstelle kaufen wollte. Die Polizei habe zudem 75 Autos angehalten. Die meisten Fahrer hätten einen triftigen Grund für ihre Fahrt gehabt. Ein Autofahrer und dessen Beifahrerin seien jedoch nicht unter die Ausnahmeregelung gefallen und hätten sich uneinsichtig gezeigt. Auch in diesem Fall sei ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet worden.

Wegen der hohen Anzahl von Neuinfektionen und der Ausbreitung der britischen Virusvariante war in der Nacht auf Samstag um Mitternacht eine noch mal verschärfte Corona-Verordnung in Kraft getreten. Demnach gilt zwischen 21 und 5 Uhr eine Ausgangssperre. Weiterhin erlaubt sind auch in dieser Zeit Arztbesuche, Fahrten zur Arbeit oder auch der Spaziergang mit dem Hund.

Bisher mögliche Treffen zwischen einem Hausstand und einer weiteren Person sind auch tagsüber nicht mehr gestattet. Ausnahmen gibt es für Besuche im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung, für getrennt lebende Paare und Kinder getrennt lebender Eltern sowie zur Versorgung hilfsbedürftiger Angehöriger und Nachbarn. Die Regelungen gelten zunächst bis Freitag.

Dänemark reagierte unterdessen auf die Corona-Situation in Flensburg mit der Schließung mehrerer kleiner Grenzübergänge nach Deutschland.  dpa

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