Im Aufwind: Steffen Regis und Ann-Kathrin Tranziska freuen sich nach ihrer Wiederwahl zu Landesvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen in Schleswig-Holstein über einen anhaltenden Mitgliederzuwachs.
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Im Aufwind: Steffen Regis und Ann-Kathrin Tranziska freuen sich nach ihrer Wiederwahl zu Landesvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen in Schleswig-Holstein über einen anhaltenden Mitgliederzuwachs.

Schleswig-Holstein: Parteien im Norden entwickeln sich unterschiedlich

Unterschiedliche Mitgliedertrends

Die Mitgliederzahlen bei den politischen Parteien in Schleswig-Holstein beschreiben einen Schlingerkurs. Alte Parteien verlieren zunehmend an Unterstützung, und jüngere Parteien setzen zu ungeahnten Höhenflügen an.

Die derzeit guten Aussichten für die Bundestagswahl in diesem Jahr und die Landtagswahl 2022 könnten diese Entwicklung weiter befördern.

Die FDP freut sich über aktuell 2 700 Mitglieder, die höchste Zahl nach 1995 (2 815). „Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es gut zu sehen, dass sich die Menschen nicht von der Politik abwenden, sondern unterstützen und etwas bewegen wollen“, sagte der Landesvorsitzende Heiner Garg. „Nur mit einer starken Basis können wir etwas bewirken.“ Derzeit würden noch zahlreiche Aufnahmeanträge bearbeitet, hieß es aus der FDP. Der Trend zeige nach oben.

Ganz anders sieht es bei CDU und SPD aus. Die Christdemokraten zählten 1995 noch fast 33 000 Mitglieder in ihren Reihen. 2016 waren es unter 20 000 und Ende vorigen Jahres noch 18 300.

Die SPD war 1995 mit 34 000 Genossen noch die mitgliederstärkste Partei im Land. Davon hat sie zahlenmäßig mehr als die Hälfte verloren. Ende 2020 wies die Statistik 16 036 Mitglieder aus.

Der SSW zählte im Jahr 2000 noch fast 4 500 Mitglieder, rutschte 2004 mit 3 829 unter die 4 000er-Marke und stand Ende 2020 bei 3 216. Die AfD hat einem Sprecher zufolge nach Rückgängen etwas unter 1 000 Mitglieder.  dpa

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