„Der echte Norden“ soll ein Ganzjahresziel für Urlauber werden

Urlaub im „Glückswachstumsgebiet“

„Der echte Norden“ bleibt Top-Urlaubsdestination: Auch 2018 steigt die Zahl der Übernachtungen um etwa zehn Prozent auf wohl 33 Millionen. - Foto: dpa

Kiel - Schleswig-Holstein wird auch im Jahr 2018 einen Tourismus-Rekord verzeichnen. Die Zahl der Übernachtungen werde hochgerechnet etwa bei 33 Millionen liegen – ein Anstieg von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag in Kiel bei der Präsentation der Marketing-Projekte der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TaSH) fürs neue Jahr.

Künftig wolle man „den echten Norden“ – so Schleswig-Holsteins Werbeslogan – als Ganzjahresziel bei Urlaubern durchsetzen und das nördlichste Bundesland als attraktiven Tagungs- und Kongressstandort bekanntmachen. Ein Hotel, das in Hohwacht (Kreis Plön) gebaut werde, sei hierfür beispielhaft: mit einem Wellness- und Spa-Bereich mit Blick über die Ostsee und einem Konferenzraum.

Der Etat der Tourismus-Agentur wird 2019 erneut um 500 000 Euro auf insgesamt 3,1 Millionen Euro erhöht. Zu den geplanten Maßnahmen gehören Werbevideos für diverse Kanäle, ein gedrucktes Magazin mit einer Auflage von mindestens 250 000 Exemplaren und eine landesweite Datenbank für Bild, Text und Film.

Erstmals werde man mit Großplakaten (115 Flächen) und digitalen Infoscreens (100 Flächen) auf zwölf Fernbahnhöfen werben, kündigte TaSH-Geschäftsführerin Bettina Bunge an. Dabei knüpfe man an die bisherige Marketing-Strategie vom Urlaubsland Schleswig-Holstein als „Glückswachstumsgebiet“ an. Ein Plakatmotiv zeigt eine Wattwanderin barfuß – dazu der Satz „Watt für die Seele – das ist Glück“. Ein zweites Motiv zeigt ein junges Paar in Pullis abends in einem Schlafstrandkorb, im Vordergrund brennen Holzscheite.

„Meine Frau und ich haben in diesem Sommer in Geling (Kreis Schleswig-Flensburg) selber eine Nacht im Schlafstrandkorb verbracht“, sagte Buchholz (57). „Allerdings hat sie um 2 Uhr nachts gesagt: „Mir reicht’s, ich friere“ – aber dennoch war es eine ganz besondere Erfahrung.“ Entspannen, die Seele baumeln lassen, Strandwanderungen – das verbinden laut Buchholz viele Menschen mit dem Norden. Zu den „Leuchttürmen“ gehören demnach die Ost- und Nordsee, Sylt, Timmendorfer Strand und Lübeck. „Kein Motiv aber steht für das, was viele mit Schleswig-Holstein verbinden, so sehr wie die Pfahlbauten am Nordseestrand von St. Peter-Ording.“ - dpa

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