Mit vorsichtigen Lockerungen startet die Urlaubssaison auf Amrum.
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Mit vorsichtigen Lockerungen startet die Urlaubssaison auf Amrum.

Modellregion Nordfriesland öffnet sich für Urlauber

Urlaub unter Auflagen

Die nächste Modellregion im Norden öffnet sich für Besucher. Diese müssen sich allerdings alle 48 Stunden testen lassen.

In diesen Tagen bereiten sich unter anderem Gastronomen und Vermieter in Nordfriesland auf den erwarteten Gästeansturm am Samstag vor. Auch die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) bietet dann wieder mehr Fahrten zu den Inseln Amrum und Föhr an als bisher. So gibt es im Mai ab Dagebüll täglich zwischen 12 und 13 Abfahrten nach Föhr und Amrum beziehungsweise in der Gegenrichtung zum Festland, teilt die Reederei mit. „An stark gebuchten Tagen werden zusätzliche Fähren eingesetzt.“

„Für uns stand nicht eine Sekunde zur Diskussion, dass wir an der Modellregion teilnehmen wollen“, sagte Dominic Cloudt, der gemeinsam mit seiner Frau und einem Geschäftspartner Anfang des Jahres den Campingplatz Dünencamping in Wittdün auf Amrum übernommen hat. Er erwartet am ersten Wochenende gut 50 Anreisen. „Ab Mitte nächster Woche sind wir für das, was wir dürfen, so gut wie ausgebucht.“ Eine der größten Auflagen sei das Thema Testen.

Alle 48 Stunden müssen sich die Gäste in der Modellregion Nordfriesland testen lassen, wer in der Innengastronomie Platz nehmen will, muss ein maximal 24 Stunden altes Ergebnis vorweisen können. Um es seinen Gästen so angenehm wie möglich zu machen, habe man sich entschieden, selbst zu testen, sagte Cloudt. Gemeinsam mit den Betreibern des Hotels Seeblick in Norddorf hat das Dünencamping-Team ein eigenes Testzentrum mit Standorten an den jeweiligen Betrieben gegründet. Rund 10 000 Tests pro Woche können hier insgesamt gemacht werden.

Nicole Hesse vom Hotel Seeblick ist froh über die Modellregion. „Für uns war es die einzige und auch eine gute Möglichkeit zu zeigen, dass sicherer Tourismus möglich ist.“ Sie seien sehr gut, aber nicht zu 100 Prozent ausgebucht, sagte Hesse. Dies sei aber auch gut, um zu schauen, wie es funktioniere. Die „Riesenverantwortung“, die sie auch für den Tourismus insgesamt hätten, sei ihnen schon bewusst.

Auf der Nachbarinsel Sylt sind die Vorbereitungen ebenfalls in vollem Gang. Bei Jürgen Gosch wird seit Tagen geputzt und gebohrt: „Wir sind hier nur am Saubermachen, ich glaube, ich habe noch nie so viel geputzt wie in diesem Jahr“, sagte der Fischunternehmer, der auf Sylt Läden in List, Westerland und Wenningstedt hat. „Ich habe mich dazu entschieden, an der Modellregion teilzunehmen, da müssen wir jetzt durch.“ Auf die ab Samstag erwarteten Gäste fühlt er sich nach eigenen Angaben gut vorbereitet.

Wir geben jetzt      Gas: Bis Montag wollen wir 800 Körbe an den Stränden haben.

Ulrich Hoenack, Strandkorbwärter auf Sylt

Auch am Strand vor Westerland ist jetzt wieder mehr Betrieb als in den stillen Lockdown-Monaten. Täglich schaffen Ulrich Hoenack und sein Team Strandkörbe aus dem Winterlager an den Strand. „Wir geben jetzt Gas: Bis Montag wollen wir 800 Körbe an den Stränden haben“, sagt der Oberstrandkorbwärter der Gemeinde Sylt.

In der Schleiregion und in Eckernförde dürfen Urlauber bereits seit dem 19. April unter strikten Vorgaben und mit deutlichen Einschränkungen Ferien machen. Weitere Modellvorhaben sind an der Lübecker Bucht und in Büsum (Kreis Dithmarschen) vorgesehen.  dpa

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