Verdacht auf Wolfsrudel im Kreis Lauenburg

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Lauenburg – Experten gehen einem Bericht über ein mögliches erstes Wolfsrudel in Schleswig-Holstein im Kreis Herzogtum Lauenburg nach. „Bisher liegt uns nur eine Aussage von zwei Jagdausübungsberechtigten vor, die Wolfswelpen mit einer Wärmebildkamera gefilmt haben wollen“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Die Jäger glaubten, eine Wölfin mit vier Welpen beobachtet zu haben. Bildmaterial gebe es allerdings nicht.

Aufgrund eines fehlenden Nachweises werde die Beobachtung lediglich als unbestätigter Hinweis eingestuft, sagte der Sprecher. Das Wolfsmanagement des Ministeriums werde nun dort nach Spuren suchen und Wildkameras aufstellen. In der Vergangenheit habe es ähnliche Behauptungen gegeben, „die sich in der Regel in Wohlgefallen aufgelöst haben“.

In Schleswig-Holstein haben sich mittlerweile wahrscheinlich vier Wölfe dauerhaft angesiedelt. Für einen Problemwolf aus dem Kreis Pinneberg gilt weiterhin eine unbefristete Abschussgenehmigung. Das Tier mit der Kennung „GW 924m“ wird für 13 Risse von Tieren hinter vermeintlich wolfssicheren Zäunen seit November verantwortlich gemacht.    dpa

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