Hauptgründe für Verkehrsunfälle im Visier

Verstärkte Polizeikontrollen für mehr Sicherheit

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Seit Montag kontrolliert die Polizei verstärkt Busse und Lkw im Land. Hauptgründe sind zu schnelles Fahren, mangelnde Ladungssicherung und übermüdete Fahrer.

Kiel - Noch bis Sonntag kontrolliert Schleswig-Holsteins Landespolizei verstärkt Lastwagen und Busse. „Wer sein Fahrzeug überlädt oder zu lange am Steuer sitzt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile“, sagte Landespolizeiamts-Sprecher Torge Stelck am Montag. „Diese gehen aber auf Kosten der Verkehrssicherheit und natürlich auch der betroffenen Fahrer.“ Die Kontrollaktion startete am Montag.

Bei ähnlichen Kontrollen im Sommer hatten Beamte knapp 700 Fahrzeuge überprüft. 45 Prozent von ihnen beanstandete die Polizei. Wegen erheblicher Sicherheitsmängel untersagten die Polizisten für 63 Fahrzeuge die Weiterfahrt. Außerdem ahndeten die Einsatzkräfte 137 Verstöße wegen zu hoher Geschwindigkeiten, fehlender Ladungssicherung und Überladung.

Der gewerbliche Güter- und Personenverkehr nimmt seit Jahren zu. Dabei stieg die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterfahrzeugen in den vergangenen fünf Jahren in Schleswig-Holstein um 23 Prozent. Die Zahl der verletzten und toten Unfallopfer wuchs um fast zehn Prozent. Gut ein Drittel der Verkehrsunfälle mit Güterkraftfahrzeugen ereignen sich auf Autobahnen; deswegen kontrollieren die Beamten dort auch besonders intensiv. Unfälle mit Lastwagen haben oft besonders schwere Folgen für andere Verkehrsteilnehmer.

Als Hauptunfallursachen nennt die Polizei im Norden zu schnelles Fahren, mangelnde Sicherung der Ladung und Übermüdung von Fahrern.

dpa

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