Aufbau des Wacken Open Air-Geländes beginnt
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Stahl bildet die Grundlage des WOA-Festivals in Wacken.

Festival-Aufbau hat begonnen

Neues Sicherheitskonzept für „Wacken Open Air 2016“

Wacken - Von Wolfgang Runge. Überschattet von dem Anschlag auf ein Festival im bayerischen Ansbach hat in Wacken (Kreis Steinburg) in Schleswig-Holstein der Aufbau des weltgrößten Heavy-Metal-Festivals begonnen.

Am Rande des beschaulichen 1800-Seelen-Dorfes stampfen Monteure auf einer Fläche von der Größe von 270 Fußballfeldern eine Zeltstadt aus dem Boden. Das „Wacken Open Air 2016“ werde ein sicheres Festival, sagte Sicherheitschef Thomas Hess am Dienstag. Das dreitägige Spektakel startet am Donnerstag nächster Woche.

Der Aufbau des Wacken Open Air-Geländes hat begonnen.

Auch mit Blick auf die Ereignisse in Ansbach haben die Organisatoren ihr Sicherheitskonzept angepasst: Dazu gehört, dass Rucksäcke und Taschen in diesem Jahr auf dem gesamten Festivalgelände verboten sind. Rock-Fans aus allen fünf Kontinenten werden Wacken in ein internationales Zentrum der Hardrock-Szene verwandeln: Das 1800-Seelen-Dorf bereitet sich auf einen Ansturm von 75.000 Menschen vor.

Nach dem Anschlag auf das Festival in Ansbach kamen auch im Blick auf Wacken Sorgen auf. Dass es eine absolute Sicherheit bei Großevents nicht geben kann, wird auch den Veranstaltern im Norden klar sein.

Nur mit kleinen Taschen aufs Gelände

In Wacken werde schon in der Aufbauphase Sicherheit großgeschrieben, betonten die Organisatoren. „Mit unseren Sicherheitskonzepten, den Absprachen mit den zuständigen Sicherheitsorganen, sind wir so gut vorbereitet, wie man auf so eine Veranstaltung vorbereitet sein kann“, sagte Festival-Produktionschef Helge Staack. „Damit bieten wir schon seit Jahren einen höchstmöglichen Sicherheitsstandard.“ Staack erwartet auch in diesem Jahr wieder ein lautes, aber friedliches Fest. „Es gibt keine konkrete Gefährdungslage für Wacken: Wir haben lediglich eine Gefährdungslage, wie sie in ganz Europa herrscht.“

Helge Staack, Leiter der Produktion.

Zum Taschenverbot sagte Staack: „Es darf nur noch eine kleine Bauchtasche mitgenommen werden für die persönlichen Gegenstände“. Am Eingang wird scharf kontrolliert. Jeder muss sich vor Betreten des Festivalgeländes einer intensiven Personenkontrolle unterziehen. „Für die Sicherheit werden wir ein Maximum an Kontrollen durchführen, werden den Umfang der Kontrollen jedoch durch das Taschenverbot einschränken, damit sich am Einlass keine extrem langen Warteschlangen bilden“, erklärte Staack.

Zudem sollen die Bereiche mit verstärkter Video-Überwachung noch engmaschiger kontrolliert werden. Die Veranstalter setzen aber auch auf die Festival-Besucher selbst. „Das ist eine ziemlich homogene Besuchergruppe, eine Community, sie sich untereinander kennt, und gegenseitig auf sich aufpasst“, sagte Staack. Die Bindung untereinander sei wesentlich stärker als bei anderen Veranstaltungen. „Man erkennt ziemlich schnell, wer nicht dazu gehört.“

dpa

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