Weniger Langzeitarbeitslose durch neues Gesetz

Margit Haupt-Koopmann Foto: dpa

Kiel – Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist gesunken. Im vergangenen Jahr waren im Land 25 000 Frauen und Männer mindestens ein Jahr lang ohne festen Job, teilte die Agentur für Arbeit am Freitag in Kiel mit.

Das waren 14,3 Prozent weniger als 2018. Der Anteil an allen Arbeitslosen fiel von 34,5 auf 31,4 Prozent. Die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, zog eine positive Zwischenbilanz für das Teilhabechancengesetz, das seit Anfang 2019 in Kraft ist. Damit können erstmals sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren mit Lohnkostenzuschüssen von bis zu 100 Prozent gefördert werden.

Bisher wurden im Norden 1 700 solcher Verträge geschlossen. 1 340 betrafen Menschen, die mindestens sechs Jahre keinen Job hatten. 16 Millionen Euro brachte die Arbeitsagentur für die Förderung der 1 700 Jobs 2019 auf. Die Abbruchquote betrage nur fünf Prozent, sagte die Agenturchefin. Als Erfolgsfaktoren erwiesen sich dabei Coaches, die von der Arbeitsagentur bezahlt werden und laut Haupt-Koopmann in allen Lebenslagen helfen.

Im vergangenen Jahr waren im Land 25 000 Frauen und Männer mindestens ein Jahr lang ohne festen Job. Das waren 14,3 Prozent weniger als 2018. Der Anteil an allen Arbeitslosen fiel von 34,5 auf 31,4 Prozent. 2019 seien 2000 Menschen weniger langzeitarbeitslos geworden als im Jahr zuvor, sagte Haupt-Koopmann. Sie verwies auf eine wichtige sozialpolitische Komponente: Kinder hätten wieder arbeitende Eltern, das „Vererben“ von Hartz IV könne verringert werden. dpa

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