Im Jahr 2018 51 Taten registriert

Weniger rechte Gewalttaten: Zahl leicht rückläufig

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Obwohl die Zahl der Taten zurückgegangen ist, gibt es rassistische Vorfälle. Doch viele Bürger demonstrieren gegen Rassismus. Zebra möchte „die Sitze des Eisbergs erfassen“.

Kiel – Das Zentrum für Betroffene rechter Angriffe (Zebra) hat 2018 im Land insgesamt 51 rechte, rassistische und antisemitische Gewalttaten registriert. Von denen waren 69 Menschen betroffen, sagte Berater Kai Stoltmann gestern bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Das entsprach einem leichten Rückgang solcher Vorfälle. 2017 hatte Zebra 62 Vorfälle mit insgesamt 73 Opfern registriert.

„Angesichts unserer aktuellen Zahlen besteht kein Grund zur Entwarnung“, sagte Projektleiterin Lisa Luckschus. „Gerade Angriffe wie Bedrohungen oder einfache Sachbeschädigungen, die wir in unserem Monitoring nicht erfassen, waren vermehrt Grund, unser Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen.“

Laut Stoltmann machen Körperverletzungen den Schwerpunkt rechter Gewalt im Norden aus. Gleichzeitig habe der Anteil rassistischer Gewalttaten zugenommen und mache mittlerweile 61 Prozent aus. Schwerpunkte der von dem Netzwerk registrierten Fälle waren Kiel (neun Fälle), Lübeck und der Kreis Pinneberg (jeweils sieben).

Rechte Angriffe seien kein rein ostdeutsches Problem. Seit Anfang 2017 erfasst die Initiative systematisch solche Vorfälle im Norden. Die Berater gehen von einem großen Dunkelfeld aus. „Uns geht es darum, die Spitze des Eisbergs zu erfassen“, sagte Luckschus. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres erfassten sie und ihre Kollegin allein 18 Fälle. Setze sich dieser Trend fort, sei für das laufende Jahr mit einem neuen Höchstwert zu rechnen, so Luckschus. 

dpa

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