50 Storchenpaare mehr als noch im Vorjahr brüten 2020 zwischen Ost- und Nordsee.
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50 Storchenpaare mehr als noch im Vorjahr brüten 2020 zwischen Ost- und Nordsee.

Wetter tötet die Storchenbrut

Manche Weißstörche haben 2020 gut Nachwuchs bekommen. In einigen Regionen Deutschlands und Europas machte sich aber das Wetter bemerkbar. Wie sieht es in Schleswig-Holstein aus?

Bergenhusen/Radolfzell – Der Bruterfolg der Weißstörche in Deutschland ist in diesem Jahr recht ortsabhängig gewesen. Die bundesweiten Zahlen zum Storchennachwuchs werden laut dem Biologen vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Kai-Michael Thomsen, vom Michael-Otto-Institut in Bergenhusen in Schleswig-Holstein gerade zusammengestellt. Ein erster Überblick zeige, dass in Schleswig-Holstein Naturschützer unterm Strich gut 560 Jungstörche in diesem Jahr zählten, die flügge geworden sind, sagte Jörg Heyna von der Nabu-Arbeitsgruppe Storchenschutz. Damit sei die Zahl der Jungstörche in diesem Sommer jedoch um 103 hinter dem Vorjahresergebnis zurückgeblieben, obwohl zwischen Nord- und Ostsee über 50 Storchenpaare mehr brüteten. „Das liegt unter anderem daran, dass wir wettermäßig ein sehr unterschiedliches Jahr hatten“, erklärte Thomsen. Einige Regionen litten im zeitigen Frühjahr unter starker Trockenheit. „Das war für die jungen Störche, die gerade geschlüpft waren, negativ.“ In anderen Regionen habe es für den Nachwuchs ausgereicht. Beispielsweise sei der Bruterfolg in Hessen ganz gut gewesen, im Saarland ebenfalls. „In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns war es mal gut und mal schlecht. Ähnlich ist es auch für Brandenburg zu sehen“, erklärte Thomsen.

In den sogenannten Europäischen Storchendörfern fiel die Brutsaison hingegen unbefriedigend aus. Vielerorts sei es die schlechteste Saison seit vielen Jahren gewesen, teilte die Naturschutzstiftung Euro Natur mit. Die Stiftung führt bestimmte Ortschaften als Storchendörfer. „Populationserhaltende Bruten gelangen in diesem Jahr nur in wenigen Storchendörfern, etwa in der bulgarischen Adebar-Kommune Belozem.“ Generell spielen für den Bruterfolg der Weißstörche die Wetterbedingungen eine Rolle. Diese seien in Zeiten der Klimakrise aber immer unbeständiger, schreibt Euro Natur. Während der ungewöhnlich nasse Frühling im spanischen Storchendorf Malpartida de Cáceres für hohe Verluste unter den Jungstörchen sorgte, war es im brandenburgischen Rühstädt im dritten Jahr in Folge zu warm und trocken: „Viele Küken sind in den Nestern verhungert.“  dpa

Viele Küken verhungern in ihren Nestern. Grund dafür sind nach Angaben der Naturschutzstiftung Euro Natur zu warme und trockene Wetterbedingungen.

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