Vor 30 Jahren durchquerten Arved Fuchs und Reinhold Messner die Antarktis

Wunde Füße gehören dazu

30 Jahre ist es her: Arved Fuchs (r.) und Reinhold Messner waren die ersten Menschen, die zu Fuß und mit Skiern die Antarktis durchquerten. Foto: dpa

Bad Bramstedt - Von Birgitta Von Gyldenfeldt . 92 Tage und Tausende Kilometer durch die antarktische Eiswüste. Der Südtiroler Reinhold Messner und der Schleswig-Holsteiner Arved Fuchs waren vor 30 Jahren die ersten Menschen, die nur zu Fuß und auf Skiern die Antarktis durchquerten. Am 12. Februar 1990, 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit (21 Uhr Neuseelandzeit), kamen sie in der McMurdo-Bucht an.

„Ich hatte mich schon lange damit beschäftigt“, sagt Fuchs. Er habe immer diese alte Idee von Sir Ernest Shackleton (1874 bis 1922) vor Augen gehabt – eine Durchquerung der Antarktis. Zuvor war es zweimal Expeditionen mit technischer Hilfe gelungen, die Antarktis zu durchqueren. Ende der 1950er-Jahre startete ein technisch hochausgerüstetes Team unter der Führung von Vivian Fuchs und dem Everest-Bezwinger Sir Edmund Hillary zur erfolgreichen Tour. Zur Jahreswende 1980/81 durchquerten drei Engländer den Kontinent mit Spezialschlitten, die mit kräftigen Benzinmotoren ausgestattet waren. Die große Herausforderung bei der Antarktisdurchquerung sei die mentale Herausforderung gewesen. Die Differenzen mit seinem Expeditionspartner Messner seien hingegen nicht so extrem gewesen, wie manchmal nachgesagt. „Es war viel harmonischer, als es später kolportiert wurde“, findet Fuchs. Sie seien eben komplett unterschiedliche Menschen. Natürlich habe es mal gekracht „und wir haben uns über verschiedene Strategien auseinandergesetzt. Aber wir haben uns ja immer konstruktiv geeinigt. Sonst wären wir ja gar nicht angekommen.“ Die beiden haben seit fast 30 Jahren keinen Kontakt mehr.

Und was ist mit körperlichen Beschwerden, den wunden Füße, unter denen Fuchs während der Tour litt, Verletzungen? „Ja Gott, das gehört dazu. Man darf halt nicht zimperlich sein, wenn man so etwas macht.“ Für Fuchs war der Nordpol „eigentlich die viel schwierigere Aufgabe“ – unter anderem weil es kälter war, es nicht über das Festland ging, sondern den gefrorenen Ozean.   dpa

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